8.12.2014 Südblock/Berlin: Europas neue Mauern — Kontinuitäten der mörderischen EU-Migrationspolitik

Veranstaltung am Montag, 8. Dezember um 20 Uhr im Südblock:                               Europas neue Mauern — Kontinuitäten der mörderischen EU-MigrationspolitikZehntausende sind bereits im Mittelmeer ertrunken, erstmals werden viele Tote auch aus dem Schwarzen Meer gemeldet. Trotzdem setzt die EU-Migrationspolitik weiterhin auf Abschottung und Abschreckung. Neue Grenzanlagen zwingen Geflüchtete zu noch riskoreicheren Routen, Kooperationen mit Libyen, Ägypten und Tunesien sollen Abfahrten schon an den Küsten Nordafrikas verhindern. Die EU-Grenzagentur FRONTEX erhält immer mehr Kompetenzen, die Seenotrettung gehört aber weiterhin nicht zu ihren Aufgaben.

Die Aufrüstung der EU-Außengrenzen wird vorwiegend von Italien und Spanien betrieben. Deutschland und Frankreich fordern mehr Migrationskontrolle innerhalb der EU: Die Regierungen setzten durch, dass bei einem Anstieg irregulärer Migration wieder Kontrollen der Binnengrenzen eingeführt werden können. Polizeien aus Österreich und Deutschland haben im November erstmals gemeinsame Patrouillen in Eisenbahnzügen in Norditalien gestartet.

In der Veranstaltung erläutern wir, wie die EU-Migrationspolitik der letzten 20 Jahre in neue Operationen zur Migrationsabwehr gipfelt. Auch die Kämpfe und individuellen Strategien gegen die Festung Europa werden dargestellt.

mit Carla Höppner und Cristoph Arndt; Watch the Med/ Alarmphone                                      Tresor; CISPM Berlin/ Voix des migrants                                                                     Matthias Monroy; Autor

Admiralstraße 1-2, U-Bhf Kottbusser Tor (U1, U8)

https://dageblieben.net/2014/11/24/veranstaltungen-in-berlin-solidaritaet-mit-bernhard/

 

4.12.2014 Café Cralle/Berlin: Historische Mieter*innenkämpfe und Perspektiven des Widerstandes

Zum monatlichen Tresen diesmal eine Veranstaltung mit Simon Lengemann und Peter Nowak:

Seit einiger Zeit wehren sich auch in Berlin Mieter_innen gegen Zwangsräumungen. Protestbündnisse rufen zu Kundgebungen und Blockaden auf. Der Journalist Peter Nowak hat in der Edition Assemblage das Buch “Zwangsräumungen verhindern” herausgegeben. Er wird auf der Veranstaltung diesen Widerstand in den Kontext einer Politik der Selbstermächtigung stellen, die sich nicht mehr darauf beschränkt, an Regierungen und Kapital Forderungen für eine sozialere Politik zu stellen. Er stellt ebenfalls die Frage, welche Perspektive dieser Widerstand hat und ob es ihm gelingen kann, eine Gegenmacht zu entwickeln. Dazu ist es auch notwendig, in die Geschichte zu blicken.

So existierte von 1930 bis Januar 1933 eine Berliner Mieter_innenbewegung, die unter dem Motto “Erst das Essen, dann die Miete” ein politischer Faktor war. Der Historiker Simon Lengemann hat diese Berliner Mieter_innenbewegung vor dem Hintergrund der Wohnungspolitik jener Zeit untersucht und wird seine Forschungsergebnisse auf der Veranstaltung vortragen. Wenn Lengemann zu dem Schluss kommt, dass die Sozialpolitik einkommensschwache Mieter_innen vor die Alternative Hunger oder Zwangsräumung stellte, so klingt das sehr aktuell. Daher wollen wir am Ende gemeinsam Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede der Mieter_inenbewegung vor über 90 Jahren und heute diskutieren.

04.12. | 20 Uhr | Café Cralle | Hochstädter Str. 10a | U9/U6/247

http://haendewegvomwedding.blogsport.eu

10.11.2014 Dresden: Erneute Demonstration gegen „PEGIDA“-Veranstaltung!

14-11-10 DresdenErneute Demonstration gegen „PEGIDA“-Veranstaltung! +++ Montag, 10.11.14 um 17:00 Uhr am Neustädter Markt („Goldener Reiter“) +++ Eine weitere, natürlich völlig falsch verstandene Version, des im Original schon schlechten „Wir sind das Volk“, versucht in Dresden Fuß zu fassen. Im Unterschied zum verqueren und im Vergleich fast schon putzig-harmlos anmutenden Verschwörungsstadl der Marke Lothar Lange, kommt diese „Montagsdemo“ mit unverhohlenem Rassismus und der Angst vor der drohenden „Islamisierung“ Deutschlands daher.

Schon drei Montage in Folge konnte die, aus dem AfD-Umfeld angemeldete, Demonstration „besorgte Menschen aus der Mitte der Gesellschaft“, gewaltaffine Fußballfans, Rocker*innen und organisierte (Neo)Nazis in der Innenstadt versammeln, um z.B. ihre Forderung nach einem Zuwanderungsstopp für Menschen aus Krisenregionen und der Abschiebung von als Salafisten wahrgenommenen Personen unter die Menschen zu bringen.

Hierbei versuchen die Veranstalter*innen von PEGIDA („Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes“) sich als friedliche Bürger*innenbewegung zu geben. Wie weit es mit der angeblichen Friedfertigkeit der Teilnehmenden ist, zeigen die verbalen und gewaltsamen Übergriffe auf Protestierende und Pressevertreter*innen. So steht für uns außer Frage, dass es sich hierbei nicht um angeblich besorgte Bürger*innen sondern schlicht und einfach um verkappte (Neo)Nazis und Rassist*innen, zumindest aber um abscheuliche Patriot*innen handelt! Weiterhin scheint sich die Lage zu verschärfen, da die Teilnehmer*innenzahl bis jetzt von Woche zu Woche anstieg. Laut Facebook gibt es für den kommenden Montag schon knapp 1000 Zusagen. Allein schon wegen dieser drohenden Gefahr sehen wir es in unserer Pflicht erneut für eine Gegenveranstaltung zu mobilisieren.  Um diesen widerlichen Mob zu demaskieren und ihn als das zu entlarven was er ist, nämlich Bestandteil einer Ideologie der Ungleichwertigkeit, wollen wir dieser Hetze etwas entgegensetzen.

Da wir es nicht verantworten wollen, dass Menschen sich in Gefahr begeben, um zu skandalisieren, dass diese stumpfen Rassist*innen ungestört öffentlich hetzen können, werden wir gemeinsam und in Form einer Demonstration am kommenden Montag in die Dresdner Altstadt ziehen.

+++ Montag, 10.11.14 um 17:00 Uhr am Neustädter Markt („Goldener Reiter“) +++

Es gibt kein Recht auf Propaganda menschenverachtender Einstellungen!

Bewerbt den Aufruf auf allen Kanälen, und kommt zahlreich zur antifaschistischen Demonstration.

[B] Wichtig: Wir haben keinen Bock mehr! Offener Brief linker Veranstaltungsorte

Wir sind verschiedene Berliner linke und linksradikale Projekte, die viel Zeit und Energie dafür verwenden, Orte für Parties, Konzerte und politische Veranstaltungen verschiedener Art zu betreiben und/oder zur Verfügung zu stellen. Dies tun wir aus den verschiedensten Motiven. Meist haben diese Veranstaltungen einen politischen Zweck und sollen linke Projekte und Ideen unterstützen. Wir finden, dass nicht nur der Zweck der Veranstaltung, sondern auch die Veranstaltung selbst politisch sein sollten. Deshalb ist unser Anspruch Freiräume zu schaffen, in denen wir versuchen den bestehenden Herrschaftsverhältnissen etwas entgegenzusetzen. Das heißt für uns, dass emanzipatorische Ansprüche nicht am Eingang abgegeben werden.

Leider sind wir oft mit Situationen konfrontiert, in denen Menschen diese Freiräume eher als Freibrief für unsoziales und unsolidarisches Verhalten sehen. Sexistische Sprüche, Angrabschen, Mackertum, Schlägereien, zerstörerischer Umgang mit den Räumen, Homo- / Transphobie, Rassismus, Antisemitismus … die Liste der Sachen, die der Idee eines emanzipatorischen Freiraums im Weg stehen, ließe sich leider endlos fortsetzen. Ein solches Verhalten ruiniert nicht nur die Stimmung auf den Veranstaltungen, sondern kann tatsächlich die Räume und die Sicherheit der Besucher_innen und Veranstalter_innen gefährden.

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20.11.2014 Bandito Rosso/Berlin: RASH-NEA-Tresen

14-11-20 RASH NEA TresenVorführung des Dokumentarfilms “The Silent Revolution”

Filmvorführung, Tresen, VoKü
Do, 20.11.2014 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] &Red & Anarchist Skinheads (RASH)
Trailer: www.liveleak.com/view?i=4f8_1381064651
Sprache: Kurdisch mit deutschem Untertitel

„The Silent Revolution” ist eine 50-minütige Dokumentation, gedreht von David Meseguer und Oriol Gracià, über den Aufbau der Demokratischen Autonomie in Westkurdistan/ Syrisch-Kurdistan, genannt Rojava. Nach dem Ausbruch der syrischen Konflikts 2011 haben die Kurd*innen in Rojava einen dritten Weg unabhängig von dem des Assad-Regimes und dem des Syrischen Nationalrats und der Freien Syrischen Armee (FSA) eingeschlagen. Die Kurd*innen begannen eine politische, soziale und kulturelle Erneuerung von historischer Bedeutung, die besonders ab dem Aufbau eigener Selbstverwaltungsstrukturen unter dem Begriff „Demokratische Autonomie” ab 2012 in der Öffentlichkeit bekannt wurde.

Bei der Veranstaltung wird es Info-Material zur Thematik geben und die Möglichkeit Kobanê (Rojava) durch Spenden zu unterstützen.

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8.11.2014 Zielona Gora/Berlin: FAU-Tresen: Info-Veranstaltung: “Es lebe die Freiheit!”

Friedensprozess und Aufbau basisdemokratischer Strukturen in Nord-Kurdistan

Info-Veranstaltung:
Sa, 08.11.2014 | 22:00 Uhr | Zielona Gora (Grünberger Straße 73 / Friedrichshain)

Veranstalter*innen: North East Antifascists [NEA],Hände weg vom Wedding, YXK – Verband der Studierenden aus KurdistanKurdistan-Solidaritätskomitee Berlin
Tresen: FAU Berlin

Zu Zeiten staatlicher Repression und dem Versuch eines Friedensprozesses zwischen den Guerillas der PKK und dem türkischen Staat beginnt der Aufbau eines Rätesystems. Frauen-, Jugendräte und weitere Formen der Selbstorganisation von unten sowie kommunale Selbstverwaltung werden aufgebaut. Sie sind jenseits von Staat, Macht und Kapital die Antwort auf kapitalistische Ausbeutung sowie militärische und biopolitische Unterdrückung. Ein Modell für die radikale Linke (nicht nur) hierzulande?

Im März 2014 waren die Referent*innen Teil einer internationalistischen Delegation, welche mit YXK, dem kurdischen Studierendenverband, den türkischen Teil Kurdistans bereiste.

Bei der Veranstaltung wird es Info-Material zur Thematik geben und die Möglichkeit Kobanê (Rojava) durch Spenden zu unterstützen.

 

[DD] Übersichtsartikel zu sächsischen Zuständen

14-10-11 Siempre AntifascistaWährend Polizist_innen weiter Jagd auf Menschen ohne gültige Papiere machen, wollen (Neo-)Nazis und andere Rassist_innen in den nächsten Tagen und Wochen in mehreren Städten ihre Hetze verbreiten. Neben Bautzen und Ottendorf-Okrilla, wo zuletzt bereits 500 bzw. 350 Menschen gegen die Errichtung örtlicher Erstaufnahmestellen für Geflüchtete demonstrierten, mobilisiert eine Gruppe namens „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ unter dem Motto „gewaltfrei gegen Glaubens- & Stellvertreterkriege auf deutschem Boden“ für kommenden Montag 18:00 Uhr an die Frauenkirche.

Bereits letzten Montag folgten diesem Aufruf 300-350 Personen, vor allem aus dem rechten Hooligan-Umfeld von Dynamo Dresden, wobei auf eindeutige Nazisymbolik verzichtet wurde. Vorbild dafür könnten Demonstrationen von Hogesa (Hooligans gegen Salafismus) in Westdeutschland sein. Mobilisiert wird vor allem über eine Facebook-Veranstaltung. Während sich im Einleitungstext noch gegen jeden „politisch motivierten“ und „konfessionsbezogenen[Sic!]“ Radikalismus ausgesprochen wird, zeigt ein Blick in die Kommentarspalte wohin die Reise gehen soll. Hetze gegen Muslime_a und „Ausländer“ bleibt nahezu unwidersprochen. Die Veröffentlichung eines Bildes eines Transparentes mit der Aufschrift „Unsere Heimat, unser Recht“ des letztjährigen Lichtellaufes in Schneeberg stellt die Veranstaltung auf eine Stufe mit den rassistischen Hetzen gegen Unterkünfte von Geflüchteten der letzten beiden Jahre. Ansonsten besticht die Veranstaltung vor allem durch blanke Inhaltsleere. Einen Anlass oder gar konkrete Forderungen und Ziele sucht man vergebens. Kleinster Nenner scheint der Bezug auf das „Volk“ zu sein. Ausgrenzung; um den „friedlichen deutschen Boden“ zu schützen. Ganz als ob es den NSU und andere mordende (Neo-)Nazi-Gruppierungen nie gegeben hätte. Der eigentliche Sinn dieser Veranstaltung, rechte und rechtsradikale Argumentationsmuster unter einem bürgerlichen Deckmantel gesellschaftsfähig zu machen, wird so schnell ersichtlich.

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23.10.2014 Potsdam: JAIL WEDDINGS im Salon Mystique!

14-10-23 Salon MystiqueZu einer Kooperation der ganz besonderen Art kommt es am Donnerstag, den 23.10.14 wenn die us- amerikanische Band JAIL WEDDINGS ein Konzert an einem ungewöhnlichen Ort spielen wird.

Seit ca. 5 Jahren nutzt der Potsdamer 3D Künstler/Musiker Christian Uibel die Räume in der Geschwister Scholl Str. 76 für Workshops,Ausstellungen und Performances.Nun ist zum Jahresende zumindest an diesem Ort Schluss. Trotz Option auf ein kleineres Ausweichobjekt wird dieses Haus abgerissen. Wir wollen diesen Umstand nutzen und der Veranstaltung einen dementsprechend einmaligen Charakter geben.

JAIL WEDDINGS ist eine achtköpfiges Bandprojekt, das ihre emotionalen indierocksongs mit jeder Menge Pop garniert ohne ihre DIY Ursprünge zu verleugnen. Erinnert irgendwie an die genialen World Inferno Friendship Society..

Feat. Members of RED SPAROWES,THE VSS etc.

Beginn: 20h!!

24.10.2014 Mehringhof/Berlin: 3 Jahre Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex: Eine Bilanz

14-10-24 NSU-KomplexEin Gespräch über die Aufarbeitung der NSU-Mordserie in den letzten drei Jahren zwischen Özge Pinar Sarp von NSU-Watch/apabiz und der Rechtsanwältin Anna Luczak, moderiert von Elif Amberg. Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der vom Bündnis gegen Rassismus organisierten Demo am 1.11.2014 anlässlich des dritten Jahrestags der Selbstaufdeckung der rechten Terrorzelle NSU.

Anna Luczak, die im NSU-Prozess die Nebenklage unterstützt, gibt einen kurzen Abriss über die neuesten Entwicklungen im Prozess und berichtet von den juristischen und politischen Möglichkeiten, mehr über die Hintergründe der Mordtaten herauszufinden. Özge Pinar Sarp wiederum reflektiert die Auseinandersetzung mit dem NSU in der migrantischen Community. Dabei wird auch die mediale Berichterstattung reflektiert.
Die Veranstaltung richtet sich sowohl an diejenigen, die über den NSU-Komplex noch nicht so viel wissen, bietet aber auch Raum für tiefergehende Fragen und Diskussionen. (Veranstaltung in deutscher Sprache, bei Bedarf auch türkische Übersetzung)
 

Ort: Mehringhof, Versammlungsraum (U Bahnhof Mehringdamm)

16.10.2014 Projektraum/Berlin: Veranstaltung "Was kann linksradikale Stadtpolitik"

14-10-16 Was kann linksradikale StadtpolitikInput, Diskussion und Tresen

Farbbeutel auf die Carlofts; in Spandau wird die Zwangsräumung einer Mieterin blockiert; die x-te Demo durch Kreuzberg gegen hohe Mieten; Go-In bei der Wohnungsbaugesellschaft…

Seit einigen Jahren gibt es unterschiedliche stadtpolitische Aktionen und auch die “Szene” hat ihre Aktionsformen und ihr Auftreten vervielfältigt. Wir laden Euch ein um Hintergrund, Stand und Perspektiven linksradikaler Stadtpolitik zu diskutieren: Sollte Stadtpolitik aus antikapitalistischer Perspektive ernster genommen werden oder läuft sie doch nur auf Appelle an den Staat hinaus? Was bedeutet eigentlich genau “linksradikale” Stadtpolitik? Geht es dabei um die Aktionsformen, um das Zusammendenken verschiedener Theorien und Herrschaftsverhältnisse oder um die Vernetzung von unterschiedlichen Kämpfen in der Stadt?

Dazu stellen wir euch ein paar Thesen vor. Nach der Veranstaltung gibts Brause und Cocktails.

Der Raum ist mit Fahrstuhl zu erreichen und barrierearm.

Berlin, Projektraum, Hermannstraße 48 (U Boddinstr.)