9.7.2014 Café Cralle: "FIFA WM 2014 in Brasilien. Neoliberalisierung im Trikot"

Solitresen der A.I.R.
„FIFA WM 2014 in Brasilien. Neoliberalisierung im Trikot“. Ein militarisierter Neoliberalismus restrukturiert unter dem Motto „Juntos num só ritmo“ seit der Vergabe der Männer-WM die Austragungsstädte Brasiliens. Mit diesem Slogan – „Alle im gleichen Rhythmus“ – verdrängen Sport- und weitere Infrastrukturprojekte Bewohner_innen, während öffentliche Räume zum Panopticon der Sponsoren des Fußballrummels werden. Warum und wie die FIFA als Besatzungsmacht Brasilien ausbeutet und am langen Hebel der Gentrifizierung sitzt und wie sich Widerstand gegen militarisierte Städte stellt, wollen wir zusammen mit dem Politikwissenschaftler Volker Eick diskutieren.
 
Eintritt frei! Beginn: 20.30 Uhr

Wien: Freiheit für Antifa Josef

Freiheit für JosefSeit Ende Ja­nu­ar 2014 sitzt in Wien ein Antifaschist aus Jena im Knast. Er hatte sich an Protesten gegen den so­ge­nann­ten Aka­de­mi­ker­ball in der Wie­ner Hof­burg beteiligt. Das ist ein Treffen von Burschenschaften und anderen Rechten. Insgesamt 14 Nazigegner wurden damals fest­ge­nom­men. Alle wur­den noch in der sel­ben Nacht aus der Haft ent­las­sen. Freiheit für Josef! 

Er sitzt stellvertretend für die Antifabewegung im Knast. Gemeint sind wir alle! Zeigt Solidarität mit Josef!

Infos: Soligruppe | Spenden | Post für Josef 

19.3.2014 Berlin: Freiheit für Joel und Josef! Kundgebungen vor schwedischer und österreischer Botschaft

14-03-21 Free JosefAm 15. Dezember griffen circa 40 Neonazis eine antirassistische Demonstration in Stockholm mit Stöcken, Messern und Flaschen an. Joel und andere Antifaschist*innen halfen erfolgreich bei der Verteidigung gegen diesen Angriff. Wenige Tage später wurde Joel unter dem absurden Vorwurf des versuchten Mords verhaftet. Während Joel nun seit Monaten im Knast sitzt, griffen Neonazis am 8. März in Malmö erneut eine Gruppe von Aktivist*innen an, die sich zuvor an einer feministischen Demo anlässlich des internationalen Frauentags beteiligt hatten. Drei Personen wurde dabei durch Messerstiche schwer verletzt. Einer der Angegriffenen ist nach zwei Notoperationen wieder außer Lebensgefahr.

Am 24. Januar demonstrierten 8.000 Antifaschist*innen gegen den Wiener Akademikerball. Von den Rechtspopulist*innen der FPÖ, über Burschenschaftler bis hin zu Delegationen von Front National, Vlams Belang und Pro Deutschland trifft sich zu diesem Anlass die extreme Rechte  zum strammrechten Walzer. In Folge der Gegenproteste wurde auch Josef aus Jena festgenommen. An ihm soll offenbar ein Exempel statuiert werden, da er seitdem in Wien in Untersuchungshaft sitzt. Flankiert wird dies durch eine Hetzkampagne in den Medien.
 
Für uns ist jedoch glasklar: Antifaschistischer Widerstand darf nicht nur auf symbolischen Lippenbekenntnissen beruhen, sondern muss (auch) auf der Straße praktisch werden. Und unsere Solidarität endet nicht an den Grenzen. Wir werden daher am 19. März vor den Botschaften von Schweden und Östereich unsere Solidarität mit Joel und Josef ausdrücken und ihre sofortige Freilassung fordern. Wir verstehen diese Kundgebungen als Beitrag zur Mobilisierung für die bundesweite Demonstration „Unsere Solidarität gegen ihre Repression“ am 22. März in Berlin. So wichtig es ist, ein starkes Zeichen auf der Straße zu setzen, so wichtig ist es auch, unsere Genoss*innen in den Knästen dabei nicht zu vergessen.
 
Freiheit für Joel und Josef! Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

Mittwoch, 19. März

  • 18.30 Uhr: Schwedische Botschaft, Rauchstraße 1, 10787 Berlin
  • 19.15 Uhr: Österreischische Botschaft, Stauffenbergstraße 1, 10785 Berlin

Weitere Infos

NPD in Riesa: Todesstrafe fordern, Rechtsrock spielen und Pleite machen

Bericht: Etwa 300 Menschen beteiligten sich am vergangenen Dienstag (25. September) an einer Kundgebung der NPD in Riesa. Am Tag zuvor hatte die Bild-Zeitung den abgekürzten Namen eines angeblichen “Kinderschänders” genannt. Die NPD reagierte mit der Anmeldung einer Versammlung vor dem Wohnhaus des unmündigen Tatverdächtigen, gegen den kein Haftbefehl erlassen wurde. Schon am Samstag folgte in der Kleinstadt ein Rechtsrock-Konzert.

Die Kundgebung begann am frühen Abend und dauerte keine Dreiviertelstunde. In dieser Zeit forderte beispielsweise der NPD-Bundesvorsitzende Holger Apfel in einem Redebeitrag die “Todesstrafe für Kinderschänder”. Weiterhin sprachen vor Ort der Parteiideologie Jürgen Gansel sowie der Landesvize Jens Baur (Dresden). Flankiert wurden sie – wie schon bei ihrer vergangenen Kundgebungstour – vom Partei-”Ordnungsdienst”, in persona: Andreas Knape und Klaus Wartenfelser.

Hinzu gesellten sich weitere NPD-Politiker wie Mirko Beier, der auch im Meißener Kreistag sitzt, sowie Ines Schreiber vom “Ring Nationaler Frauen”. Mit Ordnerbinde schmückte sich Paul Rzehaczek, Vorsitzender der “Jungen Nationaldemokraten” in Nordsachsen. Von dort und aus dem Muldental sind weitere Neonazis angereist, darunter Mathias König (Wurzen) sowie Oliver Hochmuth (Colditz). Das Gros der Veranstaltungsteilnehmer stellten allerdings Neonazis aus Riesa und der unmittelbaren Umgebung.

weiter

Smily: Erlebnisbericht Stammheim 2012

>> Anfang Februar 2012 wurde der Stuttgarter Antifaschist und RASH Aktivist Smily verhaftet. Seitdem sitzt er in der JVA Stuttgart im Stadtteil Stammheim im Knast. Im Folgenden veröffentlichen wir einen von ihm verfassten Erlebnisbericht. Dieser wurde am 21.3. verfasst. Die späte Veröffentlichung ist auf die stringenten „Postkontrolle“ der JVA zurückzuführen. [solikreis] <<

Es war Mittwoch, der 8. Februar 2012 gegen 6:00 Uhr morgens, als das SEK zusammen mit den bekannten Staatsschützern Sitzler, Biel [Staatsanwalt] und Co. meine Wohnung stürmte. Mittels einer Ramme brach man unangekündigt die Tür auf, schrie lauthals „Polizei!“ und riss mich schon wenige Sekunden später von meinem Sofa in Unterwäsche auf den Boden, den sie mit ihren dreckig-nass triefenden Schuhen betreten hatten.

Einer der vermummten SEKler trug eine Art Kettenhemd, wie mir auffiel und aus nicht mehr als 20 cm Entfernung bellte mir ein Schäferhund ins Gesicht. So ließ man mich einige Sekunden fixiert liegen, bis ich dann aufstehen durfte und von Herrn Sitzler darüber belehrt wurde, dass gegen mich ein Haftbefehl vorliegt, weil ich angeblich Zeugen für die anstehende Verhandlung am 17.02.2012 bedroht haben soll.

Weiter

Rostock: Solitresen für Smily am 16.3

Der Stuttgarter Antifaschist Smily sitzt seit ein paar Wochen im Knast.

Warum?Weshalb?Wieso?

Hier klicken

Am 16.3 findet das ,,Riot in my Heart Warm up“statt.

An diesem Abend wird es einen Solitresen für Smily geben. Packt also ordentlich Monetos ein und bringt Durst mit.

Quelle

Stuttgart: Antifaschist in U-Haft – Kundgebung am 17.2.2012

Am vergangenen Mittwoch, wurde erneut ein Stuttgarter Antifaschist verhaftet. Seither sitzt er in Untersuchungshaft in der JVA Stammheim. Am kommenden Freitag, dem 17. Februar, findet ab 9 Uhr der Prozess statt. Bereits eine Stunde vor Verhandlungsbeginn, um 8 Uhr, soll es eine Kundgebung vor dem Amtsgericht geben. #####Der Aufruf zur Kundgebung und Prozessbeobachtung#####

Free Smily! gegen rechtsoffene Kultur und Repression!

Am 17. Februar wird wieder einmal ein Antifaschist auf der Anklagebank des Stuttgarter Amtsgerichtes sitzen. Am 8. Februar wurde er unvermittelt festgenommen und seine Wohnung durchsucht. Seitdem sitzt er in U-Haft in der JVA Stammheim.

Smily wird vorgeworfen, an einer handfesten Auseinandersetzung in der Stuttgarter Innenstadt beteiligt gewesen zu sein. Anhänger einer rechtsoffenen Subkultur beleidigten und provozierten ihn damals wegen seiner klaren antifaschistischen Grundhaltung, die in der Szene weitläufig bekannt ist. Einer verbalen Auseinandersetzung folgte ein Handgemenge in dessen Verlauf sich einige der Provokateure leichte Verletzungen zuzogen.

Weiter

Von deutschen Neonazis erschossen. Kein Vergeben, Kein Vergessen.

Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Habil Kilic, Yunus Turgut, Ismail Yasar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubasik, Halit Yozgat, Michèle Kiesewetter.

Die genannten Menschen wurden zwischen 2000 und 2007 von der überregional agierenden klandestin-bewaffneten Gruppierung “Nationalsozialistischer Untergrund” ermordet. Dies wurde erst vor einer Woche bekannt, nachdem zwei der bislang drei bekannten TäterInnen, der 38-jährige Uwe Mundlos und der 34-jährige Uwe Bönhardt, im westthüringischen Eisenach Selbstmord begingen. Das dritte Mitglied der Gruppe, Beate Zschäpe, 36 Jahre alt, wurde festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Ihr wird Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung nach §129a StGB vorgeworfen. Auch Holger Gerlach, der dem Nazi-Trio logistische Hilfe zur Verfügung stellte, sitzt mittlerweile in U-Haft. Gemeinsam haben die vier Neonazis, dass sie mindestens seit Mitte der 90er Jahre in der thüringer rechten Szene aktiv waren, organisiert in der Kameradschaft „Thüringer Heimatschutz“.

weiter