Magdeburg 2015 | Entschlossener Antifaschismus

14-11-17 Magdeburg entschlossen handelnInfo | Ticker | RSS | Mobile | WML

Zum vierten Mal in Folge wollen wir – antifaschistische und revolutionäre Gruppen aus Sachsen-Anhalt – den Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg nutzen, um mit einer Demonstration gegen den jährlichen Nazigroßaufmarsch, aber auch staatliche Repression, auf die Straße zu gehen. Zwar konnten wir in den Vorjahren durch unsere Mobilisierung mehr Menschen nach Magdeburg bewegen, was sich auch an den entschlossenen Aktionen gegen die Faschisten widerspiegelte, doch gelang es bisher nicht, den Aufmarsch komplett zu verhindern.

Darüber hinaus kam es zu einer ganzen Reihe von Repressionsmaßnahmen gegen Nazigegner, die sich in Ermittlungsverfahren, Hausdurchsuchungen und Haftstrafen, hauptsächlich gegen Menschen sowie Strukturen in Burg und Magdeburg, äußerte. Wir wollen deshalb am Freitag, den 16. Januar 2015 mit einer antifaschistischen Demonstration in Magdeburg deutlich machen, dass ein entschlossener Antifaschismus gerade in Sachsen-Anhalt legitim und notwendig ist und wir uns nicht von den staatlichen Repressionsorganen kriminalisieren lassen.

Weiterlesen

Siehe auch hier.

15.12.2012 Slow Club/Freiburg: Remembering means fighting – Das Konzert zur Reihe

„Lasst nie zu, dass das Vermächtnis des Widerstandes revidiert wird oder in Vergessenheit versinkt!
Diesen Auszug aus dem „Appell an die Jugend“ Esther Bejarano und Peter Gingolds 1997 wollen wir Ernst nehmen. Wir veranstalten daher Mitte Dezember diese Reihe mit Filmvorführung, Veranstaltung und Konzert um allen aktiven Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern gegen den Faschismus zu gedenken. Wir haben bewusst als Beispiel Peter Gingold ausgewählt, weil wir seinen Lebenslauf schlichtweg für beeindruckend halten.

Peter Gingold, geboren am 8.März 1916, aufgewachsen in Frankfurt, musste schon früh aus Deutschland vor der zunehmenden Verfolgung von Jüdinnen und Juden fliehen. Er lebte in Paris und wurde als deutscher Antifaschist aktiv in der französischen Résistance.
1945 kehrte Peter Gingold nach Frankfurt am Main zurück und war aktiv in der KPD.
Peter Gingold war Zeit seines Lebens gegen Krieg und Faschismus aktiv, hielt unzählige Veranstaltungen um jungen Menschen aufzuzeigen, wie wichtig ein Engagement gegen Faschismus ist. Bis ins hohe Alter wurde er nicht müde, sich alten und neuen Nazis, Rassismus, Antisemitismus und faschistischen Tendenzen in den Weg zu stellen, weswegen wir uns mit seinem Leben stellvertretend für das der vielen aktiven antifaschistischen und kommunistischen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer beschäftigen wollen.
Peter Gingold starb am 29.Oktober 2006.

„Zuviel an Not und Tod, an KZ-Qualen, an Verwüstung und Vernichtung, an millionenfachen Mord hat der Faschismus gebracht, sodass es nichts Wichtigeres geben kann, als Aufstehen gegen jede Erscheinung von Rassismus, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, Neofaschismus, Militarismus.“

Peter Gingold, 26. September 2000 auf dem Münchener Marienplatz

Samstag, 15.12. | Film und Konzert | Slow Club Freiburg | ab 19 Uhr

Dulac [Post Punk/Wiesbaden], Wasted Youth [HC Punk/

Schwäbisch Gmünd] Peng! Peng! [Garage Punk/Freiburg]

Aftershow: Heartattack Man, DJ Duke und Sigmund Dro!t [77Punk/HC/Rock‘n‘Roll/Ska]

Das Konzert im Slow Club organisieren wir gemeinsam mit der Straight Ahead Crew, vor dem Konzert wollen wir noch die Dokumentation „300 Juden gegen Franco“ als Dokumentation erwähnenswerter Internationaler Solidarität bei diesem ersten Kräftemessen antifaschistischer Kräfte und faschistischer Reaktion, zeigen.

Der Film wird um 19 Uhr beginnen und der Eintritt wird bis Filmbeginn bei 5€ liegen. Danach 7€.

Samstag, 15.Dezember | ab 19 Uhr Film | Konzert ab 21 Uhr| Slow Club Freiburg | Haslacher Straße 25 | 79115 Freiburg

Liberation-Weeks 2012: Gedenken an die Befreiung von Hohenschönhausen & Weißensee

Vor 67 Jahren, am 21. und 22. April 1945 befreite die Roten Armee die Bezirke Hohenschönhausen und Weißensee von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Der mörderische Feldzug der Nationalsozialisten hatten bis zu diesem Zeitpunkt Millionen das Leben gekostet. Die Einnahme der Berliner Außenbezirke bildete damals einen der ersten Schritte im Kampf um die „Reichshauptstadt Berlin“ – das Zentrum der politischen Macht des 3.Reiches – und somit die Beendigung des blutigen Mordens der Nazis. Dies gilt es zu feiern!

Termine:

Antifa-Action

Antifa-Demo:
im Gedenken an die Opfer der Wehrmachts-Massaker in Italien

20.04.2012 | 16:00 Uhr | Storchenhof-Center (Hohenschönhausen)

Antifa-Tresen
20.04.2012 | 20:00 Uhr | Bunte Kuh

Gedenken an die Befreiung von Weißensee & Hohenschönhausen
22.04.2012 | 14:00 Uhr | Antifaschistisches Mahnmal am Weißen See

Veranstaltungen

„Die Angeklagten erscheinen nicht…“
15.04.2012 | 16:00 Uhr | KuBiZ – Offener Raum

80 Jahre Antifaschistische Aktion: Ein Vortrag von Bernd Langer
19.04.2012 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso

„Antifaschistischer Widerstand in Weißensee und Hohenschönhausen“
26.04.2012 | 20:00 Uhr | Bunte Kuh

Film-Reihe

Rom, offene Stadt
04.04.2012 | 20:00 Uhr | KuBiZ – Offener Raum

Paisá
11.04.2012 | 20:00 Uhr | KuBiZ – Offener Raum

Todesengel – Auf den Spuren deutscher Kriegsverbrechen in Italien
18.04.2012 | 20:00 Uhr | KuBiZ – Offener Raum

L’uomo che verrà – Ein Mensch kommt in die Welt
18.04.2012 | 21:00 Uhr | KuBiZ – Offener Raum

Buffalo Soldiers 44 – Das Wunder von St. Anna
25.04.2012 | 20:00 Uhr | KuBiZ – Offener Raum

Veranstaltet von:

North-East Antifascists [NEA]
Antifa Initiative Nord-Ost [AINO]
Bunte Kuh

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Magdeburg: 13 Polizeifahrzeuge abgebrannt

Seit Montag Morgen berichten lokale Medien über einen Brand auf dem Gelände eines Autohauses in Magdeburg. Laut der Mitteldeutschen Zeitung hatten „am Montagmorgen gegen vier Uhr bislang unbekannte Täter in Magdeburg auf dem frei zugänglichen Gelände eines Autohauses in der Berliner Chaussee zwölf Funkstreifenwagen und ein ziviles Fahrzeug in Brand gesetzt. Ein Teil der Wagen brannte komplett aus, andere wurden massiv im Front- oder Heckbereich beschädigt. Zu gebrauchen ist kein Auto mehr.“

Der Tathergang und die Höhe des Schadens von etwa 500.000€ werden in den verschiedenen Zeitungen gleich beschrieben. Über die Motovation des Anschlags gibt es abweichende Meinungen: MDR und Volksstimmme setzen den Brand in Verbindung mit dem Brandanschlag auf das Polizeirevier in Dessau vergangene Woche, die Magdeburger Nachrichten hingegen lassen die Frage offen: „Ob die Tat im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf die Polizei­station in Dessau-Rosslau steht, sich der zuletzt in Auseinandersetzungen mit der Polizei verwickelten linken Szene Magde­burgs zuordnen lässt, oder sich jedoch in die Reihe der Brandstiftun­gen bei Magdeburger Autohändlern der letzten zwei Jahre einreiht, ist reine Spekulation.“ http://www.magdeburger-nachrichten.de

Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) besuchte den Tatort noch am Montag Morgen. Er äußerte sich skeptisch gegenüber einer pauschalen politischen Einordnung des Anschlags und kam zu mehreren Schlussfolgerungen:

„Die sind hin, da geht gar nichts mehr“ (MZ)

„Das war ein gezielter und symbolischer Anschlag auf die Polizei“ (Volksstimme)

„Wir lassen uns aber nicht provozieren.“ (MZ)

Eine Bilderstrecke zu den zerstörten Fahrzeugen findet sich unter http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/734223_Brandstifter…

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Solidarität mit den Protesten in Russland!

In Russland ist die autoritäre Führung seit den letzten Wahlen mit Massenprotesten konfrontiert. Sie reagiert darauf wie gewohnt mit Gewalt, Polizei, Geheimdienst und noch mehr Gewalt. Um die demokratischen Proteste zu unterstützen, wird vom 26. Dezember bis zum 23. Januar in vielen Städten zu Aktionen aufgerufen.

Unter dem Motto „Wer aus der Reihe tanzt spürt die Staatsgewalt!“ wird zur Vorführung von „Schwanensee“ durch das Russisches Staatsballett in verschiedenen Städten in Deutschland zu Aktionen aufgerufen.

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