9.7.2014 Café Cralle: "FIFA WM 2014 in Brasilien. Neoliberalisierung im Trikot"

Solitresen der A.I.R.
„FIFA WM 2014 in Brasilien. Neoliberalisierung im Trikot“. Ein militarisierter Neoliberalismus restrukturiert unter dem Motto „Juntos num só ritmo“ seit der Vergabe der Männer-WM die Austragungsstädte Brasiliens. Mit diesem Slogan – „Alle im gleichen Rhythmus“ – verdrängen Sport- und weitere Infrastrukturprojekte Bewohner_innen, während öffentliche Räume zum Panopticon der Sponsoren des Fußballrummels werden. Warum und wie die FIFA als Besatzungsmacht Brasilien ausbeutet und am langen Hebel der Gentrifizierung sitzt und wie sich Widerstand gegen militarisierte Städte stellt, wollen wir zusammen mit dem Politikwissenschaftler Volker Eick diskutieren.
 
Eintritt frei! Beginn: 20.30 Uhr

Aktionstage: Wir bleiben alle

Die Lage um steigende Mieten, Verdrängung, Gentrifizierung und die Räumung alternativer und besetzer Projekte in Berlin spitzt sich immer mehr zu. Derzeit sind u.a. die Kneipe BAIZ (das Haus wird auf dem Markt bereits als „leer“ gehandelt), der Jugendtreff Kirche von Unten, KvU (Räumungstitel liegt bereits vor) sowie das ex-besetze Haus Linie206 akut bedroht. Gleichzeitig wird das Spreeufer weiter bebaut, obwohl 87 Prozent der Bewohner von Kreuzberg-Friedrichshain in einem Bürger*innenentscheid für ein frei zugängliches Spreeufer votierten.

Für den Erhalt bedrohter Räume und für ein Spreeufer für alle
• Aktionstage „Wir bleiben alle“ (Freitag bis Sonntag)
Demo: Spreeufer für alle: Samstag 13.7. | 13 Uhr | Ostbahnhof
• Kundgebung für die KvU : Sa. 13.7. | 17–22 Uhr | Zionskirchplatz

Infos: Petition für das BAIZ | Gentrification-Blog | Wir bleiben alle!

29.6.2013 Berlin: Kundgebung für den Erhalt der KvU

Am 29.06.2013 um 15:00 Uhr findet, in der Kremmener Straße 9-11 (Nähe Mauerpark) / Berlin-Mitte, eine Kundgebung für den Erhalt der KvU statt. Danach gibt es ein Umsonst-Konzert im Keller. Es wird hoffentlich nicht das letzte sein. Wir würden uns freuen, wenn all jene, welche nicht auf die Fusion fahren an unserer Kundgebung teilnehmen, um sich zu solidarisieren und ihre Unterstützung zu zeigen. Aufruf:

1988 erkämpfte eine Gruppe junger Menschen in der DDR eigene Räume um ihre Vorstellungen vom Miteinander zu verwirklichen. Zunächst befanden sich diese Räume in kirchlichem Eigentum. Somit war der Name Kirche von Unten, kurz KvU, schnell etabliert. 1992 erfolgte der Umzug in die Arkonahöfe in der Kremmener Straße 9-11, wo sich die KvU bis heute befindet. Seit 2011 wußte die KvU, dass ihr Mietverhältnis zum 01.01.2013 enden wird. Sie bemühte sich mit dem Eigentümer in Kontakt zu treten, was jedoch durch die Hausverwaltung, der Ernst G. Hachman GmbH, Sitz in der Westfälischen Straße in Berlin, nahezu unmöglich gemacht wurde. Nachdem es endlich gelang, mit der Eigentümerin, der Immowert Immobilien AG in Wien, in Kontakt zu treten, hüllte diese sich in Schweigen. Weder mit der KvU, noch deren Anwalt oder dem Berliner Senat wollte Michael F. Simoncic (MFS!) reden.

Der Senat selbst zuckte mit den Schultern, und erklärte, dass im Kapitalismus nun mal jede_r mit ihrem/seinem Eigentum verfahren könne, wie sie/er es für richtig hält. Da könne die Politik nicht viel machen. Nicht viel bedeutet in diesem Falle gar nichts. Zwar beschlossen verschiedene Bezirksverordnetenversammlungen, dass die KvU unterstützenswert wäre, das war dann aber auch schon alles an Unterstützung.

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[FR] Überregionaler Aktionstag für Autonome Freiräume – Auf die Straße gegen rechte Gewalt und Repression

Überregionaler Aktionstag für Autonome Freiräume – Auf die Straße gegen rechte Gewalt und Repression – 15.12.2012

Autonome Freiräume

Seit Jahren ist die meist ersatzlose Räumung und Zerstörung unserer Jugendzentren, Häuser und Wagenplätze ein Thema. Aktuell sind nicht nur in Freiburg Räume wie das KuCa oder die Wagengruppe „Sand im Getriebe“ bedroht. Aus Schopfheim, Reutlingen, Frankfurt, Rastatt und Mainz erreichen uns ständig schlechte Neuigkeiten: Freiräume werden behördlich schikaniert, bekommen Veranstaltungsverbote oder werden geräumt. Diese Plätze sind nicht nur Räume wo Menschen wohnen, sich treffen und sich organisieren können. Sie sind auch Orte antifaschistischen Widerstandes und Gegenkultur zum kaputten Mainstream des Kapitals. Lasst uns gemeinsam mehr dieser Räume schaffen und die bedrohten Zentren und Häuser verteidigen!

Rechte Gewalt

Die ausufernden rechtsradikalen Gewalttaten und Übergriffe seit dem deutschen Einheitstaumel der Neunziger Jahre sind durch das Auffliegen des Nazi-Netzwerk NSU aktueller denn je. Hier zeigt sich, dass nicht nur die sogenannte Mitte der Gesellschaft den rassistischen Alltag in der BRD prägt und trägt. Organisierte Nazibanden verbreiten die Gewalt auch nicht als EinzeltäterInnen, sondern bilden letztlich terroristische Netzwerke mit den deutschen Behörden. Wenn diese nicht mit der Durchsetzung der Anti-Asylpolitik beschäftigt sind, betätigen sie sich auch mal als HelferInnen, AusrüsterInnen und Finanziers der Nazis, wie die bisherigen Ermittlungen aufdecken konnten. Nun wird die aufklärerische Mitte in der Politik vermutlich eine Zusammenlegung der Geheimdienste und Polizeien befördern, anstatt konsequenterweise eine endgültige Auflösung der Schlapphut-Behörden zu fordern.

Neben sich häufenden rassistischen Angriffen sind auch linke Räume Ziel rechter Gewalt. So griffen Nazis wiederholt auch in Freiburg linke Räume an, zuletzt gab es einen faschistischen Brandanschlag auf die Gartenstraße 19 Ende Oktober 2012.

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16.10.2012 Berlin: NPD-Veranstaltung im Wedding

Die NPD-Reinickendorf plant am Dienstag, den 16. Oktober eineVortragsveranstaltung mit dem Reichsbürger und Antisemiten Gerd Walther imWedding.

Räume erhalten sie dafür von der CDU-nahen Wirtin Karin Ruch, die dasLokal „Postkutsche“ am Nettelbeckplatz betreibt. Damit werden dieRäumlichkeiten der Gaststätte zum wiederholten Male der neonazistischenNPD und ihren Referent_innen zur Verfügung gestellt. In der Vergangenheitkonnten sie dort schon mehrfach ungestört ihre Hetze verbreiten.

Die Betreiberin der Gaststätte und der lokale CDU-Kreisverband halten sichbedeckt, seitdem diese pikanten Verbindungen ins neonazistische Milieuöffentlich gemacht wurden. Denn Ruch ist nicht nur nach eigenen Angabenseit über 30 Jahren Parteimitglied, auch die CDU verkehrt regelmäßig inihrer Kneipe und nutzte sie z.B. im Jahr 2011 für Wahlkampfauftritte.

Ob der öffentliche Druck dazu führen wird, dass die geplanteNeonazi-Veranstaltung abgesagt wird, bleibt damit unklar. Doch uns ist esim Grunde nicht wichtig, ob diese eine Veranstaltung nun stattfindet odernicht. Wer über Jahre Neonazis beherbergt, ihnen buchstäblich Räume gibtund sie damit direkt unterstützt, hat antifaschistische Aufmerksamkeitverdient.

Kein Raum für Faschisten!
Nazis aus der Deckung holen!

Darum kommt zur antifaschistischen Kundgebung am

16. Oktober 2012 | 18:30 | Nettelbeckplatz (Nähe S+U Bhf. Wedding)

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24.3. ProDeutschland Versammlung in Spandau

++Aktuell++Das OVG hat der Nutzung der Räume zugestimmt!!!++Aktuell++

Aufruf des SBgR:
Am Sonnabend, dem 24. März 2012 möchte ‚Pro Deutschland‘ in Spandau eine Mitgliederversammlung durchführen.
Am 19. 03. wurde der vom Spandauer Bezirksamt bereits unterschriebene Nutzungsvertrag widerrufen, da die Veranstaltung mit einem Vortragenden wirbt (M. Kleine-Hartlage will über „Linke Lügen“ salbadern).
Es ist davon auszugehen, dass jetzt der Rechtsweg geprüft wird, damit die Veranstaltung stattfinden kann.
Auch in anderen Bezirken haben die Rassisten von Pro Deutschland schon Schlappen mit dem Anmieten Öffentlicher Räume erleben müssen. Das wird ihnen in Spandau nicht anders gehen. Da hilft auch ihre angekündigte Kampagne des „Umzugs durch die Berliner Rathäuser“ nichts – zeigen wir ihnen, wo es lang geht, auf jeden Fall nicht in öffentliche Einrichtungen!

Das Spandauer Bündnis gegen Rechts lädt alle ein, die uns dabei unterstützen wollen, am 24. März zwischen 14 und 20 Uhr zum Seniorenclub Südpark zu kommen (Weverstraße 38, 13595 Berlin) Anfahrt vom Rathaus Spandau:
Bus 131, 134, 135, 638, 639 bis Melanchthonplatz oder Bus 136, 236 bis Adamstraße/Pichelsdorfer Straße

Weitere Infos:

SBgR:  http://xn--spandauer-bndnis-tzb.de/allgemein/kein-platz-fur-menschenfeinde-und-rassisten-auch-nicht-in-spandau#comment-42

Die Linke Spandau:  http://www.die-linke-spandau.de/politik/meldungen/detail/zurueck/aktuelles-10/artikel/keinen-schrittbreit-den-neuen-und-den-alten-nazis-1/

Zusammen Handeln:  http://zusammenhandeln.blogsport.eu/2012/03/23/24-03-rechtzeitiges-erscheinen-sichert-die-besten-platze/

Quelle

1980: Die vergessene Rebellion

Klar, die 68er hatten die bessere Presse. Aber das ist kein Grund, nicht an das Jahr 1980 zu erinnern. Dem Jahr der letzten Jugendrevolte.

Die Ausgabe des Stern erschien im April. Auf dem Titel war ein Jugendlicher zu sehen, und im Inneren des Heftes machte man sich daran, den Lesern die Jugend zu erklären: Sie sei fragmentiert, es gäbe dutzende verschiedene Grüppchen: Popper, Punker, Grufties, Alternative und noch viel mehr. Die meisten hätten allerdings eines gemeinsam: Sie seien weitgehend unpolitisch. Von Rebellion keine Spur. Mehr oder weniger gut gestylte Individualisten.

Wie sehr der Stern mit seiner Beurteilung der damaligen Jugend daneben lag, sollte schon wenige Wochen später klar werden. 1980 – das war der Beginn von Jugendunruhen, von militanten Demonstrationen, die sich bis in die Mitte der achtziger Jahre ziehen sollten.

Hausbesetzungen standen im Zentrum des Protestes. Bei vielen dieser Besetzungen ging es um den Erhalt preiswerten Wohnraums – allein in Berlin waren zeitweilig über 100 Häuser besetzt. Aber etliche Besetzungen hatten auch das Ziel, autonome Zentren zu schaffen.  Ob die Besetzungen der Siesmayerstraße und des ehemaligen Bundesbahngeländes Nied in Frankfurt, die Auseinandersetzungen um das Dreisameck in Freiburg, die Bo-Fabrik in Bochum, das Stollwerk in Köln: Viele der Jugendlichen, die damals auf die Straße  gingen, wollten Orte, an denen sie selbst bestimmen konnten, was passiert: Räume zum Arbeiten, Räume für Kultur und Räume zum leben.

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Berlin: Razzia in der Rigaer Straße

Die Kadterschmiede und das Hausprojekt Rigaer 94 in Berlin wurden in der vergangenen Nacht von mindestens einer Hundertschaft gestürmt.

Beamte der 24. Einsatzhundertschaft haben über mehrere Stunden mit Rammböcken, Brecheisen und Leitern versucht, an verschiedenen Punkten in das Haus zu kommen. Dabei wurden in Intervallen Kartuschenweise Pfefferspray und der Inhalt mehrerer Feuerlöschern ins Innere gesprüht, bis sich die z.T. giftigen Stoffe im ganzen Haus verteilt hatten. Rufe aus den oberen Stockwerken, dass die Räume im Untergeschoss nicht zu entlüften sind, wurden mit „Dann macht halt die Tür auf“ und „Heult doch!“ quittiert. Mit der Begründung, es sei aus dem Haus heraus zu Angriffen auf Polizeibeamte gekommen, wurden alle Wohnungen gestürmt, wobei die Schweine nicht zimperlich gegen die Anwesenden vorgingen.

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[B] PM zu den Geschehnissen in der Rigaer 94

(B) Rigaer 94 – From outside to inside

R 94 – Ein Hauch von Diaz Schule

 

17.12.2011: Internationale Aufrufe »Access all Areas«

Der Aktionstag am 17.12.2011 soll ein regionales und internationales Ereignis schaffen, das überall dort seinen Ort hat, wo ihr kämpft und lebt und euch solidarisch auf besetzte und umkämpfte Zentren wie die Rote Flora, Kukutza, Ungdomshuset, Skaramanga, Wagenplätze oder Hausprojekte bezieht.
 
Aktionstag gegen kapitalistische Stadtentwicklung und Gentrifizierung 

Wir fordern alle auf, zum Aktionstag am 17. Dezember 2011 überall vielfältig aktiv zu werden, lokale Konflikte aufzugreifen und eure Kämpfe vor Ort mit dem Kampf um selbstbestimmte politische Projekte zu verbinden! Mögliche Anknüpfungspunkte sind: Die Aneignung und Verteidigung selbstbestimmter Projekte und die Vergesellschaftung umkämpfter Räume. Der Protest gegen Gentrifizierung und neoliberale Privatisierung, gegen Repression und die Vertreibung unerwünschter Bevölkerungsgruppen, gegen rassistische Polizeikontrollen und Abschiebungen. 

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18.9.: Berlin von unten – Ak­ti­ons­tag zum Wahl­tag

Demo: 14 Uhr Kottbusser Tor

Es muss nicht viel ge­sagt wer­den zum Thema Gen­tri­fi­ca­ti­on in Ber­lin, da an allen Ecken und Enden dar­über be­rich­tet wird. Immer mehr Men­schen müs­sen In­nen­stadt­be­rei­che ver­las­sen und wer­den auf­grund stei­gen­der Mie­ten in die Rand­be­zir­ke ver­drängt. Die an­ti-​so­zia­le Ent­wick­lung hat ihre Ur­sa­che im Zu­sam­men­spiel von Po­li­tik und Wirt­schaft. Durch groß­flä­chi­ge Pri­va­ti­sie­run­gen von öf­fent­li­chem Be­sitz und teils gan­zen Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten, wie der GSW, wer­den de­mo­kra­ti­sche Spiel­räu­me ab­ge­baut. Der Staat zieht sich aus der so­zia­len Ver­ant­wor­tung, übrig blei­ben hohe Was­ser­prei­se, hohe Mie­ten und ein re­pres­si­ver Po­li­zei­ap­pa­rat. Ab und an gibt es Wah­len, wenn aber die Men­schen tat­säch­lich mal etwas ent­schei­den wol­len, wird dar­über hin­weg­ge­bü­gelt, z. B. nach dem Bür­ger_in­nen-​Ent­scheid zu Me­di­as­pree im Som­mer 2008, der mit 90% der Stim­men ge­won­nen wurde.

Vor­stell­bar ist, dass rund um die­sen Tag Häu­ser und Plät­ze be­setzt, ba­sis­de­mo­kra­ti­sche Voll­ver­samm­lun­gen ab­ge­hal­ten wer­den, öf­fent­li­che Räume um­ge­stal­tet und kom­mer­zi­el­le Räume ent­kom­mer­zia­li­siert wer­den. Wir den­ken, die Ak­ti­ons­form der Be­set­zung von Räu­men oder Orten soll­te im stadt­po­li­ti­schen Zu­sam­men­hang das sein, was „Cas­tor Schot­tern“ in der An­ti-​AKW-​Be­we­gung ma­ni­fes­tiert, was die Sitz­blo­cka­de gegen Nazis aus­drückt oder was Block-​G8 gegen einen Gip­fel ver­sinn­bild­licht.

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