22.11.2014 Berlin: Geflüchtete bleiben,‭ Rassist*innen ‬vertreiben‭! Nazi-Aufmarsch in Marzahn blockieren!

14-11-22 MarzahnIn Marzahn soll Anfang 2015 ein Containerlager zur Unterbringung von Geflüchteten eröffnet werden. Einem Netzwerk aus NW Berlin, NPD und Die Rechte ist es in diesem Kontext gelungen, lokale BFC-Hooligans, ‘ganz normale’ und offen rassistische Anwohner*innen gegen dieses Vorhaben zu mobilisieren. Neben der nächsten Montagsdemo am 17.11. planen die Nazis für Samstag, den 22.11., auch einen überregionalen Aufmarsch. Wir rufen deshalb dazu auf, diesen zu stören, sich an Blockaden zu beteiligen oder die Proteste kreativ zu unterstützen.

Marzahn-Hellersdorf steht seit fast anderthalb Jahren kontinuierlich im Fokus von organisierten Nazis. Es ist dabei kaum zu übersehen, dass diese nach ihren Erfolgen in den letzten beiden Wochen, selbstbewusster in die weiteren Auseinandersetzungen gehen. Erst ziehen sie fast ungestört durch Buch, nun bereits zum zweiten Mal und mit mehreren hundert Rassist*innen durch Marzahn. Leider ist nicht zu leugnen, dass ihre Positionen hier in weiten Teilen der Bevölkerung sehr anschlussfähig waren und weiterhin sind. Doch die Etablierung einer regelmäßigen “Montags-Demo” gegen das Containerlager, vermeintlich von und für Bürger*innen, reicht den Nazis nicht aus. Mit der für den 22.11. geplanten Demo bemühen sie sich um die Einbettung der Proteste in einen berlinweiten Kontext. Anstelle des Standortes in der Schönagelstraße geht es nun pauschal “gegen Asylmissbrauch”. Dahinter steckt nach unseren Einschätzungen der Versuch, ein Szene-Event zu initiieren, das auch der Rekrutierung neu erschlossener Umfelder wie auch der Aktivierung alter Netzwerke dienen soll. Der Zeitpunkt dazu scheint passend gewählt. Nachdem der Berliner Senat in den letzten Jahren einen Unterbringungsnotstand für Geflüchtete herbeigeführt hat, wurden die Refugee-Proteste über viele Monate hinweg politisch und medial aufs Heftigste attackiert. In diesem Rahmen sind die Positionen der Nazis zunehmend anschlussfähiger und sie inszenieren sich unter dem Label der verschiedenen Bürgerbewegungen als Gegenbewegung gegen den Kampf der Geflüchteten. So wird das Klima in den Kiezen mithilfe von Facebook derzeit massiv mit Rassismus und Sozialneid aufgeladen. Geflüchteten und vermeintlichen Migrant*innen werden pauschal Kriminalität, Gewaltaffinität und Betrugsabsichten gegenüber den ‘aufrechten deutschen Steuerzahler*innen’ unterstellt.

Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit dem Refugee-Protest gegen rassistische Asylgesetze, wie Residenzpflicht und Lagerunterbringung. Anstelle der gegenwärtigen bundesweiten Praxis, die einer rassistischen Politik der Isolation folgt, fordern wir ein Bleiberecht und Bewegungsfreiheit für alle Menschen. Dass die Nazis ihre überregionale Demo bewusst am Tag der Silvio-Meier-Demo planen, ist in Anbetracht ihres Erfolges im Jahr 2013 im Berliner Süd-Osten wenig überraschend. Sie haben schlicht gelernt, dass sie ausgerechnet an diesem Tag mit weniger Gegenwehr zu rechnen haben. Es bleibt jedoch dabei, dass Nazis und Rassist*innen dort bekämpft werden müssen, wo sie offensiv agieren und das wird an diesem Tag die Blockade ihres Aufmarsches im eher unbeliebten Randbezirk Marzahn-Hellersdorf sein. Zu den weiteren in Planung befindlichen Gegenaktivitäten wird es zeitnah weitere Infos geben. Achtet auf aktuelle Ankündigungen und bildet Banden!

* * *Weitere Infos unter:* http://akmh.blogsport.eu (link is external) https://twitter.com/ai_b_bbg (link is external)

6.2.2014 Astrastube/Berlin: Offenes Nulldreinuller_Innen-Treffen

14-02-06 NulldreinullerinnenDas neue Jahr ist schon ein paar Wochen alt und die Winterpause ist bald vorbei. Die Ansetzungen für die Spiele bis Anfang April sind terminiert. Das Ergebnis ist vier Mal Freitag und zwei Mal Sonntag. Zu Hause ist Freitag Abend der große Tag – auswärts dürfen wir, bis auf das Spiel gegen Zwickau, eine schöne Sonntagstour planen. Aber kommen wir wieder zum eigentlichen Thema. Am folgenden Donnerstag laden wir zum 03nullerinnen Treffen in die Astra Stube Neukölln ein. Wir wollen uns auf den Saisonauftakt des SV Babelsberg 03 am 21. Februar einstimmen, Neuigkeiten austauschen und vielleicht sogar Pläne schmieden. Wer weiß… Also: Kommt! Und amüsiert euch!

(B) Nazis planen Aufmarsch

Nazis planen Aufmarsch in Berlin Nazis planen offenbar am selben Tag an dem in Berlin die diesjährige Silvio-Meier-Demo stattfindet einen Aufmarsch in Berlin-Neukölln. Der Nazichef und NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke wirbt dafür bereits öffentlich auf seiner Facebookseite. Die Nazidemo soll sich gegen eine in Rudow neu eröffnete Unterkunft für Asylbewerber*innen richten und voraussichtlich um 13 Uhr beginnen. In der Vergangeheit gab es bereits öfters Versuche der Berliner Naziszene paralel zur Silvio-Meier-Demo Aufmärsche durchzuführen – das mit eher mäßigem Erfolg.

Eine im Vorfeld der diesjährigen Silvio-Meier-Demo erstellte Archiv-Seite zu „20 Jahre Silvio-Meier-Demonstration“ behandelt auch diese Versuche der berliner Naziszene im Schatten der Silvio-Meier-Demo ungestört aufzumarschieren. Bei dem Versuch am 25.11.2000 kurz vor der Silvio-Meier-Demo vom Ostbahnhof zur Friedrichßtraße zu marschieren, scheiterten die Nazis am entschiedenen Widerstand von mehr als 1000 Antifas.

Auf der Archiv-Seite findet sich außerdem zahlreiches Hintergrundmaterial, Aufrufe, Plakate und Preßeberichte zur Demonstration. Natürlich hat die Sammlung kein Anspruch auf Vollständigkeit, so schreiben die Macher*innen: „Unsere eigene Geschichte ist genauso vielfältig und widersprüchlich wie wir selbst. Diese Zusammenstellung kann daher nur ein unvollständiger Außchnitt sein. Material ist im Laufe der Jahre verloren gegangen. Erinnerungen und eigene Einschätzungen wurden nie aufgeschrieben und werden viel zu selten weitererzählt. Wir freuen uns daher auf eure Ergänzungen. Schickt uns weiteres Material, eigene Erinnerungen und Einschätzungen an silvio-meier-doku (at) riseup.net, damit wir unser kollektives Gedächtnis ausbauen können.“

In diesem Jahr findet die Silvio-Meier-Demo unter dem Motto „Erinnern heißt kämpfen – Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren“ statt und thematisiert hauptsächlich die faschistische Mordserie des NSU. Es wird mit der Anreise von Antifas aus dem gesamten Bundesgebiet gerechnet. Außerdem findet am 21.11.12 am U-Bhf. Samariterstraße ab 17 Uhr eine Mahnwache in Gedenken an Silvio Meier statt.

Achtet auf aktuelle Ankündigungen unter: www.silvio-meier.tk

16.6.2012 Berlin: Kundgebung gegen die Eröffnung des BMW-Guggenheim-Lab

16.6.: Christinenstraße/Zionskirchstraße 14.00 Uhr

Am Samstag, 16. Juni soll auf dem „Pfefferberg“-Gelände in Prenzlauer Berg das sogenannte „BMW Guggenheim Lab“ eröffnen. Das „Lab“ ist eine zu 100 Prozent von BMW bzw. der BMW-Eigentümer-Familie Quandt finanzierte Installation, in der unter anderem auch über die „Zukunft von Berlin“ diskutiert werden soll.

Von 14.00 bis 20.00 Uhr planen Kiezgruppen und Anwohner_innen-Initiativen eine Kundgebung für selbstorganisierten Widerstand gegen Verdrängung durch steigende Mieten, Privatisierung und Kommerzialisierung.
Quandt enteignen! Entschädigung von NS-Zwangsarbeiter_innen jetzt!

bmwlabverhindern.blogsport.de

3.3.2012 Münster: Nazis bekämpfen!

NAZIS BEKÄMPFEN – MIT ALLEN MITTELN, AUF ALLEN EBENEN!
DEN NAZIAUFMARSCH AM 3. MÄRZ ZUM DESASTER MACHEN!

Nazis aus Münster planen am 3. März eine Demonstration um für ihre menschenverachtenden Ideologie in der Öffentlichkeit zu werben. Organisiert wird die Nazidemonstration von den „Nationalen Sozialisten Münster“ „(NaSoMs)“, einer kleinen, sich im Chic der sogenannten autonomen Nationalisten gebenden Gruppe. In Münster, bis auf kleinere Propagandaaktionen, kaum wahrnehmbar, tauchen die „NaSoMs“ bei jedem regionalen Naziaufmarsch und einigen bundesweiten Veranstaltungen auf.

Thematisch versuchen sich die Nazis als soziale Alternative darzustellen und geben sich bewusst kapitalismuskritisch. Doch bei genauerer Betrachtung wird schnell ersichtlich, das sich ihr Weltbild auf nationalsozialistisches Gedankengut beruht und ihre „Kapitalismuskritik“ nur eine Verpackung für plumpe antisemitische Verschwörungstheorien und rassistische Hetze ist. Dabei hoffen Sie an latent bestehenden nationalistischen/rassistischen Anknüpfungspunkten der Mehrheitsgesellschaft anzudocken. Kontakte pflegen die Nazis zu der strukturell besser aufgestellten „Kameradschaft Hamm“ und dem Dortmunder „Nationalen Widerstand“, Verbindungen bestehen auch nach Ahlen und Unna. Ohne diese Unterstützung von Nazis aus der Region könnten die NaSoMs ihren Aufmarsch nicht planen, durch den Sie sich eine Bedeutung in der Naziszene erhoffen, falls Sie erstmals „erfolgreich“ durch Münster marschieren sollten. Die vergangenen Versuche von anderen Neonazigruppierungen scheiterten am starken antifaschistischen Widerstand. Daran wollen wir in diesem Jahr anknüpfen.

Weiter

Mobi für Silvio-Meier-Demo auf Hochtouren

Am kommenden Samstag findet unter dem Motto „Rise Up – Antifa heißt Angriff“ die diesjährige Silvio-Meier-Gedenkdemonstration statt. Die Demonstration beginnt um 15 Uhr am U-Bahnhof Samariter Straße und zieht anschließend durch den Kiez zum Stützpunkt des „NW-Berlin“ in der Lichtenberger Lückstraße 58. Thematische Brisanz erfährt die Demo durch die gerade öffentlich gewordene Mordserie einer Nazibande mit dem Namen „Nationalsozialistischer Untergrund“. Diese zeigt umso deutlicher, dass wir uns beim Kampf gegen Nazis nicht auf den Staat verlassen dürfen.

 Vor einigen Tagen veröffentlichten antifaschistische Gruppen die Info, dass Nazis einen Angriff auf die Demonstration in Lichtenberg planen. Das veranstaltende Bündnis warnt jedoch davor, sich einschüchtern zu lassen. Dennoch hatten in den vergangenen Jahren Nazis mehrfach versucht die Demonstration zu provozieren. So wurde 2006 versucht Farbe auf die Demo in der Weitlingstraße zu kippen. Im Jahr 2009 wurden Zettel mit menschenverachtenden Parolen vor der Demonstration aus einem Auto verstreut.

weiter