9.7.2014 Café Cralle: "FIFA WM 2014 in Brasilien. Neoliberalisierung im Trikot"

Solitresen der A.I.R.
„FIFA WM 2014 in Brasilien. Neoliberalisierung im Trikot“. Ein militarisierter Neoliberalismus restrukturiert unter dem Motto „Juntos num só ritmo“ seit der Vergabe der Männer-WM die Austragungsstädte Brasiliens. Mit diesem Slogan – „Alle im gleichen Rhythmus“ – verdrängen Sport- und weitere Infrastrukturprojekte Bewohner_innen, während öffentliche Räume zum Panopticon der Sponsoren des Fußballrummels werden. Warum und wie die FIFA als Besatzungsmacht Brasilien ausbeutet und am langen Hebel der Gentrifizierung sitzt und wie sich Widerstand gegen militarisierte Städte stellt, wollen wir zusammen mit dem Politikwissenschaftler Volker Eick diskutieren.
 
Eintritt frei! Beginn: 20.30 Uhr

Berlin: Bundesweite Stadt-Aktionswoche

Diese Woche findet in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Köln und Potsdam eine stadtpolitische Aktionswoche statt. Die Aktionswoche ist der Auftakt einer bundesweiten Vernetzung, welche zunächst in einem großen Aktionstag am 28. September gipfelt. In Berlin gibt es vielfältige Aktivitäten in dieser Woche, welche die breite Bewegung für eine Stadt für alle abbilden. Kundgebungen, Filmvorführungen, eine Fahrradkettenkungebung, Veranstaltungen, eine Demonstration und ein Essen des Zwangsräumungsbündnises finden statt. In Berlin stehen die stark steigenden Mieten im Mittelpunkt des stadtpolitischen Protestes, aber auch bedrohte Projekte und vom Senat verordnete Baumaßnahmen sind Teil eines Kampfes für eine Stadt jenseits von Kapitalismus und staatlicher Planung.

Die Aktionswoche in Berlin

In den letzten Monaten stand vor allem der Kampf gegen Zwangsräumungen und die Mieter*innen-Iniatitve „Kotti und Co“ im Zentrum der Aufmerksamkeit. Das Bündnis gegen Zwangsräumungen hat nach der spektakulären Blockade in der Lausitzer Straße 8 und dem tragischen Tod von Rosemarie nach ihrer Räumung viele weitere Zwangsräumungen im Vorfeld verhindern können. Öffentliche Wohnungsbaugesellschaften gaben dem Druck in letzter Zeit regelmäßig nach und sagten geplante Räumungen statt. Das Bündnis setzt somit teilweise erfolgreich eine Praxis der Solidarität gegen die herrschenden Zustände. Gleichzeitig kommt es aufgrund der verhinderten Räumungen zu weniger spektakulären Blockaden und viele weitere Räumungen werden dem Bündnis nicht bekannt und werden weiter still und leise durchgeführt. Um gemeinsam mit den Betroffenen verhinderte Zwangsräumungen zu feiern und in Austausch mit der Nachbarschaft zu kommen, findet im Rahmen der Aktionswoche ein gemeinsames Essen auf der Straße statt.

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Berlin-Moabit: Horna und kein Ende – Wieder rechte Veranstaltungen im Slaughterhouse e.V.

Von der Öffentlichkeit und benachbarten Projekten weitgehend unbemerkt fand am 20. Oktober in den Räumen des Slaughterhouse e.V. unter dem Dach der Kulturfabrik Moabit ein NS-affines Konzert statt. Ein Weiteres ist für den 13. Dezember geplant. Wir betrachten mit Sorge, mit welcher Häufigkeit in letzter Zeit öffentliche Auftritte rechter bis neonazistischer Gruppen und Einzelpersonen in den Räumen des Slaughterhouse e.V. intendiert und teilweise auch durchgeführt werden können. Dass diesem Treiben auf Seiten der Veranstalter_innen des Slaughterhouse e.V. reine Naivität zugrunde liegt, können wir indes kaum noch glauben.

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Remember, Rememeber the 6th of December!

Die Normalität regierte keine_r erwartete etwas Außergewöhnliches. Die Horoskope kündigten die Fortsetzung dieses Zustandes an.
Am 6. Dezember 2008 geraten zwei Bullen mit einer Gruppe junger Anarchist_innen in Konflikt. Der Bulle Epaminodas Korkoneas erschießt den 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos.
Innerhalb einer Stunde versammeln sich Menschen und beginnen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Im Zuge dessen entlädt sich die Wut der Menschen in einem zerstörerischen Akt der Revolte, mehrere Universitäten und öffentliche Plätze werden besetzt, Einkaufszentren, Luxusgeschäfte, Banken und Polizeistationen werden angegriffen und den Flammen übergeben. Bis zum Ende dieser Nacht hängt Tränengas in den Straßen Athens und die Polizei ist aus vielen Vierteln vertrieben worden.
Innerhalb weniger Stunden verbreitet sich die Revolte über ganz Griechenland.

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15.10. – Weltweiter Aktionstag gegen die Krise

Am 15. Oktober 2011, protestieren in zahlreichen Ländern Weltweit Hunderttausende Menschen gegen die Verschlechterungen ihrer Lebensbedingungen durch die kapitalistische Krise und ihre Auswirkungen. In den vergangenen Jahren haben Arbeiter in Frankreich Fabriken besetzt, in Griechenland fanden zahllose militante Aktionen und Generalstreiks statt, in Italien demonstrierten Millionen gegen die korrupte Berlusconi-Regierung, in Spanien besetzten enttäuschte Jugendliche öffentliche Plätze, in England kam es zu riesigen Gewerkschaftsdemonstrationen, in Israel fanden die grössten Sozialproteste in der Geschichte statt, und nicht zuletzt tobt in Amerika, sozusagen im Herzen des Kapitalismus, eine immer grössere werdende Occupy Wall-Street Bewegung. Überall kämpfen Menschen um eine Zukunft, in der sie nicht jeden Tag in Sorge um Arbeitsplatz, Wohnung oder Geld verbringen müssen.

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Die soziale Bewegung in Ägypten dauert an

Eine Revolution wird nicht in 18 Tagen auf dem Platz der Freiheit vollendet, sie ist ein Prozess, der sich nicht auf ein Land beschränken lässt. Im Mittelpunkt der globalen Kampfwelle steht momentan zweifellos Nordafrika. In ägypten gärt die Unruhe weiter – mittlerweile wird von der zweiten oder dritten Revolution gesprochen. Wieder werden im ganzen Land öffentliche Plätze besetzt; diesmal richte sich der Protest gegen die Militärführung an sich, sagen viele der Aktivisten. Ob es bei der Masse der Menschen tatsächlich große Illusionen über den Charakter des Militärs gegeben hat, sei dahingestellt.  [more…]