9.7.2014 Café Cralle: "FIFA WM 2014 in Brasilien. Neoliberalisierung im Trikot"

Solitresen der A.I.R.
„FIFA WM 2014 in Brasilien. Neoliberalisierung im Trikot“. Ein militarisierter Neoliberalismus restrukturiert unter dem Motto „Juntos num só ritmo“ seit der Vergabe der Männer-WM die Austragungsstädte Brasiliens. Mit diesem Slogan – „Alle im gleichen Rhythmus“ – verdrängen Sport- und weitere Infrastrukturprojekte Bewohner_innen, während öffentliche Räume zum Panopticon der Sponsoren des Fußballrummels werden. Warum und wie die FIFA als Besatzungsmacht Brasilien ausbeutet und am langen Hebel der Gentrifizierung sitzt und wie sich Widerstand gegen militarisierte Städte stellt, wollen wir zusammen mit dem Politikwissenschaftler Volker Eick diskutieren.
 
Eintritt frei! Beginn: 20.30 Uhr

14.6.2014 Berlin: Lange Nacht der Rigaer Strasse

14-06-14 Lange Nacht der RigaerstrasseZur Langen Nacht der Rigaer Strasse am 14. Juni gibt es jetzt ein Mobivideo. Damit unterstützen wir – weggentrifizierte ehemalige Nachbar_innen – die Bemühungen der Hausprojekte einen Funken Widerstand im Kiez zu erhalten.

Schaut nicht zu wenn Bagger, Bullen und Möbelwagen rollen – nur tote Fische schwimmen mit dem Strom:

http://vimeo.com/97643530

17.8.2013: Antirassismus-Demos in BLN & HH

Am Samstag, 17. August 2013 finden in Berlin und Hamburg Demonstration für die Rechte von Flüchtlingen statt [Info]. Derzeit kämpfen Menschen, die wegen des von der NATO geführten Krieges in Libyen von dort geflohen sind, um ein Bleiberecht. Sie sagen: „Ohne den Krieg in Libyen und ohne die katastrophale Menschenrechtslage für Flüchtlinge in Italien wären wir nicht hier. Wir sind erschöpft und zermürbt von einer langen unfreiwilligen und grauenhaften Reise. Wir suchen ein Ende der Verweigerung unseres Lebensrechts.“

Kein Mensch ist illegal“ – Demos am Sa. 17.8.2013 – Infos hier
Hamburg: 14 Uhr, HBF, Glockengießerwall | Berlin: 16 Uhr, Oranienplatz

Erfolgreiche Blockaden lassen “Trauermarsch” zur Lachnummer werden

Am 67. Jahrestag der Bombardierung Dresdens durch alliierte Bomber, gingen in der sächsischen Landeshauptstadt erneut mehr als zehntausend Menschen aus unterschiedlichen Beweggründen auf die Straße. Während sich die Minister der schwarz-gelben Landesregierung zusammen mit Politikerinnen und Politikern anderer Parteien um 18 Uhr gemeinsam an den Händen fassten, um damit mit „Mut, Respekt und Toleranz“ Farbe zu bekennen, kritisierten mehr als 2.000 Menschen das einseitige Gedenken der Stadt in einem Rundgang auf den Spuren jahrelanger NS-Geschichte. Am frühen Abend protestierten wie schon im vergangenen Jahr rund 3.000 Menschen am Rande einer rechten Demonstration und blockierten mehrere Plätze unweit der Strecke. „Dresden gedenkt und wehrt sich gegen Neonazis“ lautete gestern Abend die Überschrift auf einigen Nachrichtenseiten. So hätten rund 13.000 Menschen mit weißen Rosen, Kerzen und einer 3,6 Kilometer langen Menschenkette den Opfern der Bombenangriffe auf die Stadt und ihrer Zerstörung vor 67 Jahren gedacht. Ähnliche Verlautbarungen finden sich auch in den Nachrichtenspalten der lokalen Zeitungen. Gleichzeitig schreibt das Aktionsbündnis „Dresden Nazifrei“, dass etwa 6.000 Menschen auf den Blockaden die als „Trauermarsch“ angemeldete Demonstration von mehr als 1.500 Nazis zur Lachnummer gemacht hätten. Woher kommt diese unterschiedliche Wahrnehmung bei dem Blick auf die Ereignisse an diesem Tag? Wer sind die Akteure und warum wird dem Gedenken in der Stadt eine so große Bedeutung zugemessen?

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Bewegung in der Leipziger Neonazis-Szene

Neonazis nutzen Wohnhaus in der Langen Straße in Leipzig als neuen Anlaufpunkt. Das Ladenschlussbündnis fordert die Eigentümerin des Hauses zur Beendigung der Mietverhältnisse auf und warnt davor, dass der Leipziger Osten erneut zum Hauptaktionsfeld von Nazis wird Seit November 2011 nutzen Personen, die der Leipziger Neonaziszene angehören, eine Wohnung in der Langen Straße 15 (Zentrum-Ost) als semi-öffentlichen Party- und Veranstaltungsraum.

Der erste Akt der Nazimieter war das Hissen einer Fahne mit der Aufschrift „My blood is my honour, my race is my pride“ aus dem Fenster einer der beiden angemieteten Wohnungen. Die Fahne wurde erst nach drei Wochen entfernt. Die Hausverwaltung – die SGK Liegenschaftsverwaltung GmbH – Teil der Kling Group und damit des Firmennetzwerkes der Eigentümer des Hauses in der Langen Straße, der Familie Kling – blieb trotz mehrmaliger Beschwerden von HausbewohnerInnen und AnwohnerInnen der Langen Straße untätig.

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9.12.2011 FAU-Lokal/Berlin: Prekarisierungsdruck durch Hartz IV

Am Fr, 9. Dezember um 20.00 Uhr | Ort: FAU-Lokal, Lottumstr. 11 (nahe U2 Rosa-Luxemburg-Platz)

Die FAU Berlin befindet sich derzeit in einem Arbeitskonflikt mit dem Spätkauf „Mumbai Corner“ in der Samariterstraße in Friedrichshain. Ein Mitglied der Basisgewerkschaft hatte dort mehrere Jahre unter extrem prekären Bedingungen gearbeitet und fordert nun rückwirkend den für die Einzelhandelsbranche üblichen Lohn ein. Manche mögen sich in diesem Zusammenhang die Frage stellen, warum jemand überhaupt über einen solch langen Zeitraum unter solchen Umständen arbeitet. Ein Grund hierfür ist in den Lebensbedingungen der Menschen, die ALG II beziehen, zu finden, was auch für den Betroffenen in diesem Fall zutrifft.

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