13.1.2017 ORi/Berlin: Buchvorstellung „Hooligans“

Hervorgehoben

Seit 2014 rechte „Hooligans gegen Salafisten“ in der Kölner Innenstadt randalierten, stehen sie immer wieder im Fokus der Berichterstattung. Doch Hooligans entsprechen nicht mehr dem Bild alkoholisierter Fußballrowdys, die Szene hat sich ausdifferenziert. Es gibt inzwischen viele Fraktionen: Gruppen, die sich an sogenannten Drittorten zu verabredeten Matches treffen,
durchtrainierte Kampfsportler, die eigene Mixed-Martial-Arts-Turniere veranstalten, oder wie man sie bei der Europameisterschaft 2016 auf Seiten der Russen in Marseille beobachten konnte. Es gibt aber auch den Ultras ähnliche Gruppierungen, die in den Stadien präsent sind, sowie politisch extrem rechte Gewalttäter. Der erfahrene Fanforscher Robert Claus erzählt in seinem Buch die Geschichte der Hooligans, der Fokus allerdings liegt auf den aktuellen Entwicklungen. Er analysiert in spannenden Reportagen die internationalen Netzwerke und beleuchtet die Verbindungen in die Rocker- und Kampfsportszene. So ist Claus ein ausführliches Porträt einer Szene gelungen, die einzig ihre Lust an Gewalt eint und über die bislang viel zu wenig bekannt ist. Zu Wort kommen in seinem neuen Buch, das im Verlag Verlag Die Werkstatt erschienen ist, ehemalige und aktive Hooligans, Neonazi-Aussteiger, Kampfsportler, Kenner des osteuropäischen Hooliganismus sowie der Rockerszene, Berater von Opfern rechter Gewalt, Polizisten und Politiker, Fanarbeiter, Wissenschaftler, Fußballfans und weitere Experten. So entstand ein
detailliertes Bild dieser gewalttätigen und zum Teil rechtsextremen Szene.

Moderiert wird die Veranstaltung von Rico Noack (Gesellschaftsspiele).

Eine Kooperationsveranstaltung von ORi und Gesellschaftsspiele.

FB-Event

16.12.2014 Tristeza/Berlin: "Hooligans gegen Salafisten" – über Hintergrund und Bedeutung eines neurechten Netzwerks

„Hooligans gegen Salafisten“ – über Hintergrund und Bedeutung eines neurechten Netzwerks

Ende Oktober 2014 marschierte eine Allianz von mehr als 4.000 Neonazis und Hooligans durch Köln. Dabei kam es zu zahlreichen neonazistischen Parolen und Angriffen gegen Passant*innen, Journalist*innen und die Polizei. Neue Demonstrationen für Mitte November wurden rasch angemeldet und wieder abgesagt, letztendlich fand eine Kundgebung von knapp 3.000 Personen in Hannover statt. 
Große Teile der Gesellschaft reagierten überrascht und empört auf das neue Netzwerk. Doch inwiefern besteht bei „HoGeSa“ eine neue Qualität der Gewalt und welche Kontinuitäten bestehen bei der Verbindung zwischen Hooligans und Neonazis? Wie ist das Netzwerk einzuordnen, was bedeutet dies für eine rechte Erlebniswelt und für die Strategien der extremen Rechten? Und kann man „HoGeSa“ als Initialzündung der neuen Bewegung „PEGIDA-Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ verstehen? Zu Demonstrationen dieses Netzwerkes versammeln sich seit Oktober jeden Montag mehr Menschen in Dresden, zuletzt zu einem Marsch von 7.500 Personen. Sie verhandeln ähnliche Themen, zeigen sich dabei aber wesentlich erfolgreicher als die Hooligan-Allianz.

Es diskutieren: Pavel Brunßen (Transparent – Magazin für Fußball und Fankultur): Kontinuitäten bei der Verbindung von Hooliganismus und Rechtsextremismus in Deutschland; Robert Claus (Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit, Universität Hannover): Politische Einordnung von „HoGeSa“ mit Fokus auf deren geschlechterpolitische und rassistische Kernaussagen; Laura Piotrowski (Fußball gegen Nazis): „PEGIDA“ – (K)ein bürgerliches Netzwerk? Die Dresdner Version von „HoGeSa“ mobilisiert jede Woche mehr Menschen. Moderation: Juliane Lang.

Beginn: 18.30 Uhr Eintritt frei! 

 

"Hooligans gegen Salafisten" am 15.11. in Hannover

imageGemeinsam gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus
Am 26. Oktober fand in Köln ein Aufmarsch der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) statt. Unter diesem Motto rotteten sich rund 5.000 männerbündische Hooligans und Nazis zusammen, um gegen Muslime und Migrant_innen zu hetzen. Währenddessen gab es rassistisch motivierte Gewalt gegen Anwohner_innen, Antifaschist_innen und Pressevertreter_innen. Es war der größte rechte Aufmarsch in Westdeutschland in den letzten Jahren. Während Medien und Offizielle sich noch über das Gewaltpotenzial wundern und sich fragen, wie es dazu kommen konnte, dass untereinander „verfeindete“ im Selbstverständnis „unpolitische“ Hooligans, zusammen mit Neonazis demonstrieren, wurde für den 15. November bereits der nächste Aufmarsch in Hannover angekündigt.
Unter dem Motto „Europa gegen den Terror des Islamismus“ wollen Rassist_innen für ihre europäische Leitkultur auf die Straße gehen. Denn es ist nicht etwa der Krieg der faschistischen Gotteskrieger des Islamischen Staat (IS) im Irak und Syrien, der sie zu Protesten anstachelt. Es ist die herbeifantasierte „Überfremdung“ Europas durch Menschen islamischen Glaubens. Der Krieg im nahen Osten ist für sie nur der Aufhänger, um bürgerliche Nationalist_innen und Stammtischrassist_innen unter ihrem Banner versammeln zu können. Denn die Angst vor „Überfremdung“ eint all jene, die ihre Zusammengehörigkeit über Blut und Boden definieren und mit angeblich gemeinsamen Werten in Verbindung bringen. Die Nazis und Hooligans nutzen Rassismus und die direkte Gewalt gegen ihre erklärten Feinde, als Ausdruck ihres Machtwillens.
 
Um dieses Aufmarsch von Rassist_innen jedweder Coloeur zu verhindern hat sich ein immer breiter werdendes Bündnis zusammengefunden. Auf dem Bündnisblog 15N.Blogsport.de findet ihr den Bündnisaufruf, eine Unterstützer_innenliste, Pressespiegel etc.
Die Polizei hat ein Verbot der Versammlung von „HoGeSa“ verfügt hat, wir mobilisieren aber weiterhin nach Hannover. Zum einen für den Fall, dass das Verbot keinen Bestand hat. Und zum anderen ist es nicht unwahrscheinlich, dass, sollte das Verbot Bestand haben, trotzdem eine nicht unerhebliche Anzahl Rassisten in der Stadt sein werden.
 
Anreise
 
Bitte beachtet bei eurer Anreise aber, dass es in Köln bei der An- und Abreise zu massiven Übergriffen durch Hooligans auf Gegendemonstrant_innen gekommen ist – versucht daher in möglichst großen Gruppen und möglichst früh nach Hannover zu kommen (wir starten um 10 Uhr, zwei Stunden vor den Hooligans). Plant außerdem damit erst spät am Abend wieder loszukommen und notfalls auch über Nacht in Hannover zu bleiben.
 
Pennplätze
 
Sofern ihr am Freitag an- bzw. am Sonntag abreisen wollte, könnt ihr euch für Pennplätze an die FAU unter pennplatz-hannover@fau.org wenden. Den gesamten Samstag über wird das UJZ Korn in der Nordstadt offen sein und als Anlaufpunkt zur Verfügung stehen.
 
Kommt nach Hannover und verhindert mit uns den Aufmarsch von „HoGeSa“
Samstag 15. November, 10 Uhr, Steintor (Hannover)
 
 

Köln: Rechtsradikale und Hooligans randalieren unter „HoGeSa“-Label

Bei einer Kundgebung von gewaltbereiten rechten Hooligans in Köln ist es am Sonntag (26.10.2014) zu massiven Ausschreitungen gekommen. Neonazis und Hooligans reisten aus dem gesamten Bundesgebiet an, um an der Demonstration der „Hooligans gegen Salafisten“ teilzunehmen. Am Aufmarsch nahmen 3000 bis 4000 Menschen teil (publikative.org). Die Polizei setzte Wasserwerfer, Schlagstöcke und Pfefferspray ein, war aber lange Zeit nicht in der Lage, die Gewaltexzesse zu stoppen. 44 Polizisten und ein Demonstrant wurden bei den Auseinandersetzungen verletzt. (WDR Online) Spiegel Online spricht von einer Machtdemonstration der Rechtsextremen, NRW-Innenminister Jäger wünscht sich jetzt gar eine Einschränkung des Demonstrationsrechts. (Spiegel Online 1, 2) Jäger weist aber Kritik an der Polizei zurück. Die Gewerkschaft der Polizei zeigt sich indes besorgt über eine „äußerst gefährliche Entwicklung“. (Frankfurter Rundschau) Findet aber auch: „Kampf gegen Salafismus ist nur ein Alibi“ (Sueddeutsche.de). Im Hintergrund schätzt SPD Landtagsabgeordneter Marco Brunotte ein: „Allianz aus Hooligans und rechter Szene“ (NDR Online).

FCV-Hooligans greifen Hoffest des Utopia e.V. an

Aktuelles zur Nazisituation in Frankfurt (Oder) und Umgebung

In der Nacht vom Samstag, den 01.09., auf Sonntag den 02.09., griffen 5-6 Neonazis das Hoffest des Utopia e.V.1 in der Berliner Straße 24 in Frankfurt (Oder) an. Die Angreifer werden teilweise der Anhängerschaft der rechten FCV-Hooligans zugeordnet. Grund genug, mal wieder einen genaueren Blick auf die jüngsten Entwicklungen der organisierten Naziszene in Frankfurt (Oder) und Umgebung zu werfen.

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Babelsberg 03 empfängt den Halleschen FC

Am kommenden Sonntag gibt es nach den Begegnungen gegen Karl Marx Stadt und den FC Hansa Rostock bereits das dritte Ostderby in der noch jungen Drittligasaison. Gegen den Halleschen FC wollen wir natürlich 3 Punkte erkämpfen, unser Team lautstark supporten und dem rechten Mob eine klare antifaschistische Ansage machen! Also los jetzt hier: Samstag nach Rostock zum Gedenken an die rassistischen Pogrome vor 20 Jahren und Sonntag ins Karl Liebknecht Stadion in Nowawes/Babelsberg!
Die „Saalefront Ultras“ mobilisieren unter dem martialischen Motto „Der Schocker des Sommers!“ zum Ostderby. Es ist also mit jeder Menge Nazis und rechter Hooligans zu rechnen! Passt bei der Anreise auf euch auf!

Der Berliner Zugtreffpunkt ist um 10.50 Uhr am S-Bahngleis am Alexander Platz in Fahrtrichtung ganz vorne (Abfahrt pünktlich um 11.00 Uhr!) Kommt zahlreich, damit wir geschlossen und sicher zum Fanmarsch für die Verbannten um 12.00 Uhr am S-Bahnhof Babelsberg kommen.

Alerta! Diffidati con noi!

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03Nuller_innen

28.4.2012 Kafe Marat/München: United Struggle & Hors Controle

Rootsbar-Konzert mit den transsexuellen Hooligans United Struggle aus Düsseldorf und Hors Controle aus Montceau-les-Mines.
Einlass ab 20:00 Uhr

Rechte Hooligans versuchen Konzertbesucher anzugreifen

Am Abend des 17. Februar 2012 kam es in der Duisburger Innenstadt zu einem Angriff 20 rechter MSV-Hooligans, offenbar Mitglieder der bekannten und selbsternannt unpolitischen “Division Duisburg”, auf ein Konzert der antifaschistischen Oi-Punk Band “Stage Bottles” im Djäzz Jazzkeller, bei dem laut Polizeibericht drei Personen vor dem Laden verletzt wurden – darunter wohl auch ein MSV-Fan – was eine Fußballauseinandersetzung unwahrscheinlich erscheinen lässt. Die Motivation für den Angriff kann in der Anwesenheit zahlreicher angeblich linker St. Pauli-Fans gefunden werden, welche zuvor das Gastspiel ihrer Mannschaft beim MSV Duisburg besuchten.

Zwei der Angreifer konnten offensichtlich noch vor Ort durch die Polizei festgenommen werden, eine politische Dimension scheint die Polizei – wie so oft – auch in diesem Übergriff nicht zu sehen, in ihrem Bericht suggeriert sie wieder einmal dass die Ursache in fußballspezifischem Rowdytum zu suchen ist. Polizeisprecher van der Maat behauptet, dass die Polizei keine “konkreten Erkenntnisse” über die Verbindungen zwischen Neonazis und der Hooligangruppe “Division Duisburg” habe. Wir können daher nur erneut auf den Jahresbericht, der das Gegenteil belegt, hinweisen.

Veröffentlichungen zu dem Thema von: Plastic Bomb | derWesten 1 | derWesten 2

Quelle

Es hat sich nichts geändert

Neonazis beim Landespokalspiel SV Babelsberg 03 vs. FFC Viktoria in Frankfurt/Oder

Am Samstag, dem 12. November stand das Spiel SV Babelsberg 03 (SVB) gegen den Frankfurter Fussball-Club Viktoria ’91 (FFC) an. In der 2. Runde des Krombacher Brandenburg Pokals im Frankfurter Stadion der Freundschaft begegneten sich die beiden Rivalen zum ersten Mal seit über sieben Jahren wieder auf dem Platz. Anlass für zahlreiche Anhänger_innen beider Clubs sich wieder zum Fussball zu begeben. Doch der Grund war nicht nur das spannende Spiel, sondern vielmehr das mögliche Aufeinandertreffen auf den politischen Gegner. Während bekanntlich die Fans des SVB als links gelten, machen die Hooligans des FFC keinen Hehl aus ihrer faschistischen Gesinnung. Entsprechend groß war dann auch das Polizeiaufgebot.

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