Dresden: 8. Mai Grenzenlose Solidarität – Freiheit entsteht als kämpfende Bewegung

14-05-08 Dresden08. Mai 1945 Tag der Befreiung – ein Tag zum Feiern

Wir wollen am 8. Mai mit euch die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht ausgelassen feiern. Mit von der Partie werden einige DJ_anes sein, die auf der Demo für die musikalische Untermalung sorgen. Allerdings gibt es mehr als genug Kritik am Verhalten des deutschen Staates und allen möglichen politischen Akteur_innen im Umgang mit dem 8. Mai 1945.

Aufruf Kapitulation und historische Verantwortung

Die deutsche Wehrmacht kapitulierte angesichts der fast vollständigen Zerschlagung durch Alliierte, Partisan_innen und Widerstandsgruppen. Bereits acht Tage vorher hatte sich Hitler und ein Großteil der noch lebenden NS-Führungsriege in Berlin umgebracht. Deutschland wurde in vier Verwaltungssektoren aufgeteilt, schrittweise begannen Entnazifizierung, Entmilitarisierung, Demokratisierung und Dezentralisierung. Die Realisierung einer antisemitischen, rassistischen, deutschen Weltmacht war zerstört.

Die militärische Niederlage des Regimes kann allerdings nicht als eine Befreiung des „deutschen Volkes“ vom nationalsozialistischen Geist gedeutet werden. Wer damals befreit wurde, sind all diejenigen, die nicht Teil der „deutschen Rasse“ sein sollten oder wollten. Über 12 Jahre lang hatte sich eine Mehrheit der Deutschen als Hitler’s Fußvolk an Jüd_innen, Sinti und Roma, Sozialdemokrat_innen, Kommunist_innen, Homosexuellen und vielen anderen ausgelassen. Als Täter_innen und überzeugte Unterstützer_innen in Vernichtungs- und Konzentrationslagern, als Teil der Gestapo, von Polizei-Bataillonen und der SS hatten sie mehrere Millionen Menschen auf grausamste Weise ermordet. Der gesamte deutsche Angriffskrieg kostete etwa 55,5 Millionen Menschen das Leben.

Jede[r] Deutsche trägt unabhängig von Ideologie, eine spezifische Verantwortung, die in dem Massenmord wurzelt, den die Deutschen [vor und] während des Zweiten Weltkrieges an Millionen Menschen begangen haben. Das ist keine Kollektivschuld, die an die jüngeren Generationen weitergegeben wird, sondern eine kollektive moralische und historische Verantwortung!“1 – Beate Klarsfeld, Frankreich

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23.1.2014 Bunte Kuh/Berlin: Antifa-Café

Antifa-CaféWie jeden 4. Donnerstag im Monat lädt euch die Antifaschistische Initiative Nord-Ost (AINO) zum Antifa-Café in die Bunte Kuh ein.

Diesen Monat zeigen wir den Film „I hate my f*ing hometown“ (Dokumentation) von der AFA-Youth Cottbus. Die AFA-Youth Cottbus hat das Projekt „Aufwachsen in Brandenburg“ als Anlass genutzt, um eine Dokumentation über die historische Entwicklung des Rechtsextremismus und der antifaschistischen Jugendkultur in Cottbus von 1990 bis 2013 zu entwickeln.
Zusätzlich gibt es letzten Input zum Naziaufmarsch in Cottbus der am 15.02.2014 stattfinden wird. Für das leibliche Wohl wird auch gesorgt sein. Eintritt: Spende.

Beginn: 20.00 Uhr

10.12.2013 Gladhouse/Cottmus: Filmpremiere "I hate my f*cking hometown"

13-12-12 Hate my fucking hometownDas Datum für unsere Filmpremiere steht endlich fest. Am 10. Dezember 2013 könnt ihr euch im Jugendkulturzentrum Glad-House Cottbus/OBENKINO unsere neue Dokumentation über über die historische Entwicklung des Rechtsextremismus und der antifaschistischen Jugendkultur in Cottbus anschauen!

„I hate my f*cking hometown“

Ob die jährliche Nazidemonstration, rassisistische Übergriffe auf ausländische Studenten oder die erschreckend hohe Stimmabgabe für die NPD bei der U18-Wahl – der Rechtsextremismus stellt in Cottbus und Umgebung ein allgegenwertiges Problem dar. Wer in Cottbus aufwächst, wird unwillkürlich mit diesem Thema konfrontiert. Alltagsrassismus und Diskriminierungen gehören für viele Jugendliche zum Aufwachsen dazu.

So haben wir, die AFA-Youth Cottbus, das Projekt „Aufwachsen in Brandenburg“ als Anlass genutzt, um eine Dokumentation über die historische Entwicklung des Rechtsextremismus und der antifaschistischen Jugendkultur in Cottbus von 1990 bis 2013 zu entwickeln. Der Ausgangspunkt ist die Zeit nach der Wende, weil der geselleschaftliche Umbruch und die aufkommende Perspektivlosigkeit bei den Jugendlichen zu einem starken Zulauf zur Rechten Szene führten.

Ob und in wie weit sich die Situation in Cottbus innerhalb der 24 Jahre geändert hat, ist das zentrale Thema der Dokumentation. Interviews mit verschiedenen Personen und Gruppen, die sich gegen Rassismus engagieren, sowie vergessenes Filmmaterial beleuchten wichtige Ereignisse in der Entwicklung. Die unterschiedliche Aktionsformen, die Militanzdebatte und die Effektivität der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Einrichtungen werden auch in den Blick genommen. Desweiteren wollen wir die Beweggründe der Gruppen zu ihrem antifaschistischen Engagement vermitteln und mit möglichen Vorurteilen gegenüber der Szene aufräumen. Es werden persönliche Erfahrungen und Geschichten erzählt, als auch ein allgemeiner Einblick in die vielfältige Cottbuser Jugendkultur verschafft.

3.8.2012 //about blank/Berlin: »Das bisschen Totschlag…?«

Ein Blick auf 20 Jahre deutsche Zustände seit Rostock-Lichtenhagen 1992

Film und Podiumsdiskussion mit top b3rlin, Rassismus tötet! und Aktivist_innen aus Rostock

Wann: Freitag, den 3. August 2012
Wo: ://about blank (Markgrafendamm 24c, 10245 Berlin)
Beginn: 20:00 Uhr (Film) – 21:15 Uhr Podiumsdiskussion

Rostock-Lichtenhagen 1992: Trauriger Höhepunkt und gleichzeitig Sinnbild einer Gesellschaft im aggressiven Taumel nationaler Kollektivbildung. Organisierte Neonazis und Anwohner_innen greifen die Zentrale Erstaufnahmestelle für Asylbewerber_innen und ein Wohnheim für ehemalige DDR-Vertragsarbeiter_innen aus Vietnam an – unter dem Applaus tausender Zuschauer_innen und angefeuert durch ein von Politik und Medien konstruiertes völkisch-rassistisches Untergangsszenario. Mit der faktischen Abschaffung des Grundrechtes auf Asyl feierte dieses Bündnis von Biedermännern und Brandstiftern seinen Erfolg und legte den Grundstein für stetig restriktivere Regelungen.
Heute ist Deutschland Weltmeister in vielen Disziplinen: der Herzen, des Exports, der Vergangenheitsbewältigung. Die Pogrome der frühen 90er erscheinen als tragische, aber historische Ausfälle. Deutschland 2012 präsentiert sich bunt und weltoffen. Die christlich-abendländische Wertegemeinschaft ist bereit zur Integration aller, die sich an ihre Regeln halten. Und die Überflüssigen sterben weit außerhalb der Sichtweite, an den Grenzen Europas.

Nach einem filmischen Einstieg (Wer Gewalt sät – Von Brandstiftern und Biedermännern. Die Pogrome von Rostock 1992) wollen wir diskutieren, ob Deutschland heute weniger hässlich ist, oder nur anders hässlich. Und wie die Transformationen von Staat, Gesellschaft, Nationalismus und (institutionalisiertem) Rassismus zueinander in Beziehung stehen.

Bei der Veranstaltung könnt Ihr auch Bustickets nach Rostock für die Demonstration am 25.8. für 15 € erwerben.

17. Juni: Keine Nazi-Kundgebungen in Friedrichshain!

Am 17. Juni wollen Pro Deutschland (ab 10 Uhr) und die NPD (ab 12 Uhr) am Strausberger Platz in Friedrichshain angebliche Kundgebungen zum 17 Juni 1953 abhalten. Die NPD-Kundgebung stehtunter dem Motto „Damals wie heute – Freiheit muss erkämpft werden“. Angeknüpft werden soll an den 17. Juni 1953 als Arbeiter_innen in der DDR, ausgehend von der Großbaustelle Stalinallee (die heutige Karl-Marx-Allee) gegen zu hohe Normen streikten.
Immer wieder versuchen die Berliner Neonazis historische Daten für sich zu besetzen und nationalistisch umzudeuten. Die tatsächlichen Geschehnisse spielen dabei keine Rolle. Es geht der NPD nur darum ihre nationalistische Hetze auf die Straße zu tragen und über historische Ereignisse Sympathisant_innen zu gewinnen.
Schon im letzten Jahr wurden ähnliche Kundgebungen der NPD am Rosa-Luxemburg-Platz und von „Pro Deutschland“ am Frankfurter Tor durch entschlossenen Protest zum Desaster. Daran wollen wir nun anknüpfen und rufen zu kreativen und ungeordneten Gegenprotesten auf.

Aktuell: Auch die rechtspopulistische Partei „Pro Deutschland“ hat am Strausberger Platz für den 17. Juni eine Kundgebung angemeldet. Diese aber schon schon um 10 Uhr, 2 Stunden vor der NPD. Laut eigenen Angaben werden dort sprechen Mario Malonn (KV Spandau und im Bundesvorstand), Hans-Georg Lerche (KV Marzahn), Reinhard Haese (ehm. Republikaner, KV Spandau), Lars Seidensticker, Manfred Rouhs. Die in Berlin unerfolgreich gebliebenen Rechtspopulisten sind zuletzt durch das öffentliche Zeigen von Mohammed-Karrikaturen in NRW aufgefallen. Sie wollen am 17. Juni „für die innere und äußere Einheit unseres Landes“ eintreten und knüpfen ebenfalls an den 17. Juni 1953 an. Für sie war es kein Streik, sondern ein „mitteldeutscher Volksaufstands“. Getreu der revisionistischen Rhetorik der Nachkriegszeit bliebt für Pro das Gebiet Ostdeutschlands sog. „mitteldeutsch“, da die ehemaligen deutschen Gebiete in Tschechien und Polen nach Meinung von Pro noch nicht „verloren“ sind. Auch Pro wird den 17. Juni zum Anlass nehmen das ganze rechtspopulistische Programm vom Stapel zu lassen.

Da rechte Aufmärsche in Berlin in letzter Zeit durch Bockaden immer wieder verhindert wurden, versuchen sie jetzt durch stationäre Kundgebungen Blockaden der Route zuvor zukommen und bleiben gleich an einem Ort stehen. Lasst uns ihnen auch dies Konzept vermiesen! Kein Platz für Nazis! Den Rechtspopulisten und NPD-Nazis entschlossen entgegentreten!

Kommt alle zum Protest gegen Pro-Deutschland und NPD am Strausberger Platz. 17. Juni ab 10 Uhr.

Hintergründe: NPD/NW in Berlin , Pro Deutschland

>>> Kopiervorlage Flyer als PDF + Initiative-gegen-rechts.de

Quelle

(B) 17.06 NPD und Pro Deutschland am Strausberger Platz in Fhain

Am 17. Juni wollen Pro Deutschland (ab 10 Uhr) und die NPD (ab 12 Uhr) am Strausberger Platz in Friedrichshain jeweils eine Kundgebungen zum 17 Juni 1953 abhalten. Die NPD-Kundgebung steht unter dem Motto „Damals wie heute – Freiheit muss erkämpft werden“. Angeknüpft werden soll an den 17. Juni 1953 als Arbeiter_innen in der DDR, ausgehend von der Großbaustelle Stalinallee (die heutige Karl-Marx-Allee) gegen zu hohe Normen streikten. Immer wieder versuchen die Berliner Neonazis historische Daten für sich zu besetzen und nationalistisch umzudeuten. Die tatsächlichen Geschehnisse spielen dabei keine Rolle. Es geht der NPD nur darum ihre nationalistische Hetze auf die Straße zu tragen und über historische Ereignisse Sympathisant_innen zu gewinnen. Schon im letzten Jahr wurden ähnliche Kundgebungen der NPD am Rosa-Luxemburg-Platz und von „Pro Deutschland“ am Frankfurter Tor durch entschlossenen Protest zum Desaster.

Auch die rechtspopulistische Partei „Pro Deutschland“ hat am Strausberger Platz für den 17. Juni eine Kundgebung angemeldet. Diese aber schon schon um 10 Uhr, 2 Stunden vor der NPD. Laut eigenen Angaben werden dort sprechen Mario Malonn (KV Spandau und im Bundesvorstand), Hans-Georg Lerche (KV Marzahn), Reinhard Haese (ehm. Republikaner, KV Spandau), Lars Seidensticker, Manfred Rouhs. Die in Berlin unerfolgreich gebliebenen Rechtspopulisten sind zuletzt durch das öffentliche Zeigen von Mohammed-Karrikaturen in NRW aufgefallen. Sie wollen am 17. Juni „für die innere und äußere Einheit unseres Landes“ eintreten und knüpfen ebenfalls an den 17. Juni 1953 an. Für sie war es kein Streik, sondern ein „mitteldeutscher Volksaufstands“. Getreu der revisionistischen Rhetorik der Nachkriegszeit bliebt für Pro das Gebiet Ostdeutschlands sog. „mitteldeutsch“, da die ehemaligen deutschen Gebiete in Tschechien und Polen nach Meinung von Pro noch nicht „verloren“ sind. Auch Pro wird den 17. Juni zum Anlass nehmen das ganze rechtspopulistische Programm vom Stapel zu lassen.

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14.01.2012 Magdeburg: Naziaufmarsch verhindern!

n Sachsen-Anhalt gipfeln die vielfältigen neonazistischen Aktivitäten sowie die gesamtgesellschaftlichen Ausprägungen von Rassismus und Nationalismus im jährlichen Aufmarsch von etwa 1000 Neonazis durch Magdeburg. Um den Nazis im Januar die Straße streitig zu machen rufen antifaschistische Gruppen zu Blockaden des zivilen Ungehorsams auf.
Ein jährliches Trauerspiel: Neonazis aus der ganzen Republik marschieren jammernd durch Magdeburg 

Seit 1999 meldet eine sogenannte „Initiative gegen das Vergessen“ den rechten Aufmarsch an. Die Neonazis versuchen ihren Geschichtsrevisionismus zu verbreiten, indem sie die Opfer des Faschismus mit den TäterInnen auf eine Ebene stellen und die Bombardierung Magdeburgs am 16.01.1945 nicht als Folge des von Deutschland entfachten Zweiten Weltkrieges benennen. Ausgeblendet wird der gesamte historische Kontext: die Verbrechen der Nazidiktatur, die Bombardierung spanischer, englischer und anderer europäischer Städte sowie die massenhafte Vernichtung von Menschen in Konzentrationslagern. In Wirklichkeit beendete die militärische Zerschlagung Nazideutschlands den Krieg und rettete unzähligen Menschen das Leben. 

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