Bericht von der RASH-Brandenburgtour 2014 (Cottbus, Strausberg, Neuruppin)

RASH BB in Lübbenau kopieDrei Wochen nach den Auftaktveranstaltungen der RASH-Brandenburgtour unter dem Motto „… für eine starke antifaschistische Subkultur“ im Schokoladen/ Berlin und der Garage/ FFO starteten wir am 11. September unsere eigentliche Tour, die uns von Potsdam über Cottbus, Lübbenau und Strausberg nach Neuruppin führen sollte.

In Cottbus angekommen, machten wir uns auf den Weg zum Schillerplatz, wo wir eine Kundgebung angemeldet hatten. Wir verteilten gemeinsam mit den Genoss_innen von vor Ort Flyer zu unserer Kampagne, rechten Strukturen in Brandenburg, der Freiraumkampagne der Utopia-Crew aus FFO sowie Materialien der Roten Hilfe, der RLS und der Opferperspektive an interessierte Passant_innen und luden zu Vortrag und Konzert am Abend im quasiMono ein. Das sehr schlechte Wetter führte leider dazu, dass die Cottbusser Innenstadt eher weniger gut besucht war.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Zelle79, einem Hausprojekt im Süden der Stadt, ging es auch schon los in Richtung quasiMono, wo uns zuerst ein spannender Vortrag mit Bernd Langer zur Geschichte der antifaschistischen Bewegung in der BRD und im Anschluss daran ein Konzert mit dem Accoustic Punkliedermacher hannez übern zaun erwartete.

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15.9.2014 Kuze in Potsdam: Mc Daisy und Miss Zebra & Refpolk

14-09-15 daisy chainAStA-Montagskultur : The future is still unwritten – Mc Daisy und Miss Zebra & Refpolk- Infoveranstaltung und Konzert

THE FUTURE IS STILL UNWRITTEN ist ein Rap-Projekt von Daisy Chain aus Athen, Kronstadt Hiphop aus Barcelona und Refpolk aus Berlin. Es ist ein Zeichen des Widerstands und der Utopie in Zeiten von Krise und angeblicher Alternativlosigkeit, das über nationale Grenzen hinausgeht: Drei Auftritte in drei verschiedenen Sprachen von Menschen aus unterschiedlichen Kontexten, die auf der Bühne ein gemeinsames Statement setzen für eine Welt frei von Kapitalismus und Herrschaft.
http://www.the-future-is-still-unwritten.net/info/

Daisy Chain & Miss Zebra : Daisy Chain ist eine Rapperin aus Athen und Teil der Crew Arma di Scelta, mit der sie 2012 das Album „????? ?????????“ vero?ffentlichte. Im Mittelpunkt ihrer Musik steht die Frage, wie wir die Kontrolle u?ber unser Leben zuru?ckgewinnen ko?nnen – mit unseren „weapons of choice“. Ihre Raps sind ebenso kraftvoll wie sensibel, begleitet von den Beats ihres Crew-Kollegen Hipcut. Auf der Bu?hne wird sie von Mis Zebra aus Athen unterstu?tzt, die ihre ersten Rap-Schritte bei der Crew ?ARANOIA machte. Beide verbindet die U?berzeugung, dass jeder Mensch frei geboren ist und das Recht besitzt, sein Leben selbst zu bestimmen.

Refpolk ist Rapper, Aktivist und Mensch in Berlin. Er schreibt Texte voller Zu-versicht und Zweifel, rappt live in besetzten Häusern und linken Zentren und gibt Inputs zu Männlichkeit im Rap. Auf der Suche nach den Rissen im Granit vergisst Refpolk sich nie selbst, sondern macht die eigenen Hoffnungen und Ängste und damit den Menschen am Mikrofon sichtbar. 2012 veröffentlichte er sein erstes Solo-Album „Über mich hinaus“. http://refpolk.bandcamp.com/

Eintritt frei!

15.9.2014 Kuze/Potsdam: Mc Daisy und Miss Zebra & Refpolk

14-09-15 daisy chainAStA-Montagskultur : The future is still unwritten – Mc Daisy und Miss Zebra & Refpolk- Infoveranstaltung und Konzert

THE FUTURE IS STILL UNWRITTEN ist ein Rap-Projekt von Daisy Chain aus Athen, Kronstadt Hiphop aus Barcelona und Refpolk aus Berlin. Es ist ein Zeichen des Widerstands und der Utopie in Zeiten von Krise und angeblicher Alternativlosigkeit, das über nationale Grenzen hinausgeht: Drei Auftritte in drei verschiedenen Sprachen von Menschen aus unterschiedlichen Kontexten, die auf der Bühne ein gemeinsames Statement setzen für eine Welt frei von Kapitalismus und Herrschaft.
http://www.the-future-is-still-unwritten.net/info/

Daisy Chain & Miss Zebra : Daisy Chain ist eine Rapperin aus Athen und Teil der Crew Arma di Scelta, mit der sie 2012 das Album „????? ?????????“ vero?ffentlichte. Im Mittelpunkt ihrer Musik steht die Frage, wie wir die Kontrolle u?ber unser Leben zuru?ckgewinnen ko?nnen – mit unseren „weapons of choice“. Ihre Raps sind ebenso kraftvoll wie sensibel, begleitet von den Beats ihres Crew-Kollegen Hipcut. Auf der Bu?hne wird sie von Mis Zebra aus Athen unterstu?tzt, die ihre ersten Rap-Schritte bei der Crew ?ARANOIA machte. Beide verbindet die U?berzeugung, dass jeder Mensch frei geboren ist und das Recht besitzt, sein Leben selbst zu bestimmen.

Refpolk ist Rapper, Aktivist und Mensch in Berlin. Er schreibt Texte voller Zu-versicht und Zweifel, rappt live in besetzten Häusern und linken Zentren und gibt Inputs zu Männlichkeit im Rap. Auf der Suche nach den Rissen im Granit vergisst Refpolk sich nie selbst, sondern macht die eigenen Hoffnungen und Ängste und damit den Menschen am Mikrofon sichtbar. 2012 veröffentlichte er sein erstes Solo-Album „Über mich hinaus“. http://refpolk.bandcamp.com/

Eintritt frei!

13.9.2014: Antifaschistischer Aktionstag in Neuruppin

einfarbig rash large13.9.2014: MittenDrinn/Neuruppin (http://jwp-mittendrin.de/blog/): Antifaschistischer Aktionstag mit Infoveranstaltung und anschließendem Konzert von Hannez übern Zaun (http://uebernzaun.bandcamp.com/) und den Zeckenrappern*innen Refpolk (https://de-de.facebook.com/Refpolk), Daisy Chain (https://el-gr.facebook.com/daisy.chain.731572) & Miss Zebra 

Vortrag: 19:30 Uhr Konzert: 21:30 Uhr

Es gibt einen gemeinsamen Zugtreffpunkt für alle Berliner Antifaschist*innen, die uns auch am 13.9. hoffentlich zahlreich unterstützen werden. Arsch hoch und die antifaschistischen Strukturen in Strausberg unterstützen! Antifa bedeutet mehr als in relativ gesicherten Berliner Kiezen rumzuhängen!

…für eine starke antifaschistische Subkultur!!!

Zugtreffpunkt für Berlin: 18.00 Uhr am Gesundbrunnen Gleis 3 – Unser Zug (S25 Richtung Hennigsdor) fährt dann um 18:22 los!

Die Veranstaltung ist Teil der RASH Brandenburg Tour 2014 von RASH BB, welche unter anderem unterstützt wird von RASH Südbrandenburg, RASH Leipzig, dem Utopia e.V., der Horte, dem JWP Mittendrin Neuruppin, dem Ultrash-Festival & der Autonomen Antifa Frankfurt (Oder).

Für Unterstützung (finanzieller Art) bedanken wir uns außerdem bei der RLS und dem Asta Potsdam.

Hier der Link zur Kampagne:

http://red-skins.de/konzert/r-a-s-h-brandenburg-tour-2014-fuer-eine-starke-antifaschistische-subkultur.html

Falls Ihr den Aufruf auch unterstützen wollt, schickt einfach eine Mail an kontakt(at)red-skins.de.

R.A.S.H. Brandenburg Tour 2014 für eine starke antifaschistische Subkultur

Brandenburgas Seite 1Aber warum überhaupt, warum jetzt und warum dort?

Die meisten von uns wohnen in Berlin oder Potsdam in Vierteln, in denen durch oft Jahrzehnte lange Kämpfe Nazis aus dem Stadtbild gedrängt wurden. Wir können uns aussuchen, ob wir die Konfrontation mit Nazis suchen oder ob wir uns emanzipatorischen Projekten widmen wollen, ohne dass wir uns dabei Sorgen vor Naziübergriffen machen müssen. Einige von uns kennen aus ihrer Jugend aber ein Welt, in der es solche Schutzräume nicht gibt, sie erst aufgebaut oder ständig gegen militante Nazis und die konservative Lokalpolitik verteidigt werden müssen. Gebiete in denen „normal“ feiern heißt, mit Nazikadern sich den Bierwagen teilen zu müssen. Wo alle, die nicht „deutsch genug“ aussehen, auf die Fresse bekommen. Wo allzu oft Nazis und ihre Ideologie ignoriert und Probleme auf der Ebene von „rivalisierenden Jugendbanden“ entpolitisiert werden. Wo Subkultur nicht nur ein Chick ist, den man sich kauft und nach Belieben an- und wieder abgelegen kann. Mit dieser Tour wollen wir einen Teil zu einer starken antifaschistischen Subkultur in ganz Brandenburg beitragen, die für Viele die einzige Alternative zur bürgerlichen Einöde oder der vermeintlich „unpolitischen“ Rebellion ist.

Von „unpolitischen“ Rebellen, alten und neuen Nazis

Diese „unpolitischen“ Rebellen kauen gerne die staatliche Ideologie der zwei Extreme wieder, nach der Nazis und Antifas doch das gleiche seien. Sie ignorieren dabei die menschenverachtenden Einstellungen der Faschos. Mit dieser Ignoranz kann dann auch ganz „unpolitisch“ gemeinsam Skrewdriver und Landser gehört werden. Nur wegen der Musik – versteht sich – und vielleicht auch noch, weil die mit den zu vielen „Asylanten“ ja doch recht haben. Wir sind der Meinung, dass das, was man hört, auch mit einem etwas macht. Diese „Erlebniswelt“ Rechtsrock muss man sich in Brandenburg aber nicht nur aus der Konserve geben. Zwar ist das Blood & Honor Netzwerk im Jahr 2000 offiziell verboten worden, doch in Brandenburg gibt es weiterhin rund zwei Dutzend gut vernetzte Nazibands. Auftreten können diese regelmäßig auf dem Privatgelände des Die Rechte Landesvorsitzenden Klaus Mann in Finowfurt. Mittlerweile wird aber selbst den staatlichen Institutionen das Treiben dort zu bunt und es kam immer wieder zu Konzertabbrüchen, nachdem indizierte Lieder gespielt wurden. Im Umfeld der Cottbuser Band Frontalkraft gibt es mit Rebel Records und The Devils Right Hand Store auch eine Geschäftsstruktur, die rechtes Gedankengut mit schlechtem Geschmack verbindet: Vom Nach Frankreichen fahren wir nur auf Ketten T-Shirt von der Nazimarke Ansgar Aryan, Thorshammer mit Skrewdriver Gravur über Ku-Klux-Klan-Button bis zur Reichskriegsfahne.

In Finowfurt konnte die NPD in der Vergangenheit auch ihre Preußentage veranstalten, 2012 kamen dorthin rund 600 Nazis. Manns Partei Die Rechte ist mit der NPD gemeinsam zur Kommunalwahl im Mai 2014 angetreten. Zur Landtagswahl am 14. September 2014 gibt die NPD sich bürgernah und greift das virulente Thema der Polizeireform auf und fordert mehr Polizeiwachen. Bei der Schaffung ihrer „national befreiten Zonen“ ist es ihnen jedoch eigentlich lieber, nicht von den Bullen gestört zu werden. Das alte Märchen von den „Ausländern“, die den „Deutschen“ die Arbeitsplätze wegnehmen, wird auch mal wieder aufgewärmt. Verkannt wird dabei wie immer, dass es z.B. nicht die „heimtückischen“ Saisonarbeiter_innen sind, die unbedingt für unter 3 € die Stunde arbeiten wollen. Es ist der grenzenübergreifende Kapitalismus, der die beschissene Situation dieser Leute ausnutzt und sie knechtet, damit „wir“ billig unsere Deutschen Erdbeeren in den Supermärkten bekommen. In der parlamentarischen Landschaft mischt nun ein weiterer Koch mit, der die alte NPD-Suppe Zurück zur D-Mark wieder aufwärmt. Nur können sich die gutbürgerlichen mehr oder weniger Neupolitiker der selbsternannten Alternative für Deutschland(AfD) schickere Anzüge leisten. Auch ihre Ausdrucksweise ist gehobener als die der Holocaustleugner von der NPD. Die AfD mit ihren alten und neuen Rechten, verschiebt das von der „bürgerlichen Mitte“ noch sagbare nach rechts. Im Gegensatz zum einstiegen CSU Patriarchen Strauß, ebnet die CDU in Brandenburg den Weg für eine Partei rechts von der CDU indem sie im Elbe-Elster Kreistag eine gemeinsame Fraktion gebildet haben und auch der Spitzenkandidat im CDU Lantagswahlkampf Michael Schierack die Möglichkeit zur Koalition mit der AfD offen hält. Bei der AfD Klientel handelt es sich nicht um militante Nazis, inhaltlich schließen sie aber direkt an diese an. Ihre Panik vor einer „Einwanderung in deutsche Sozialsysteme“ geht davon aus, dass jeder „Kulturkreis“ seinen Platz auf der Welt hat und die Leute ihr Probleme dort doch selber lösen sollen. Wenn irgendwo auf der Welt Krieg herrscht, dann sind da bestimmt keine deutschen Waffen im Spiel und bestimmt auch keine wirtschaftlichen Interessen deutscher Unternehmen. Die Welt ist auch nicht durch Kolonialismus, Imperialismus und Kriege in ein ungleiches Gefüge verschoben worden. Außerdem ist Deutschlands Vormachtstellung in der EU natürlich nur dadurch begründet, dass hier alle so hart arbeiten und anderswo eben nicht.

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R.A.S.H. Brandenburg Tour 2014 für eine starke antifaschistische Subkultur (2)

Brandenburgas Seite 1Aber warum überhaupt, warum jetzt und warum dort?

Die meisten von uns wohnen in Berlin oder Potsdam in Vierteln, in denen durch oft Jahrzehnte lange Kämpfe Nazis aus dem Stadtbild gedrängt wurden. Wir können uns aussuchen, ob wir die Konfrontation mit Nazis suchen oder ob wir uns emanzipatorischen Projekten widmen wollen, ohne dass wir uns dabei Sorgen vor Naziübergriffen machen müssen. Einige von uns kennen aus ihrer Jugend aber ein Welt, in der es solche Schutzräume nicht gibt, sie erst aufgebaut oder ständig gegen militante Nazis und die konservative Lokalpolitik verteidigt werden müssen. Gebiete in denen „normal“ feiern heißt, mit Nazikadern sich den Bierwagen teilen zu müssen. Wo alle, die nicht „deutsch genug“ aussehen, auf die Fresse bekommen. Wo allzu oft Nazis und ihre Ideologie ignoriert und Probleme auf der Ebene von „rivalisierenden Jugendbanden“ entpolitisiert werden. Wo Subkultur nicht nur ein Chick ist, den man sich kauft und nach Belieben an- und wieder abgelegen kann. Mit dieser Tour wollen wir einen Teil zu einer starken antifaschistischen Subkultur in ganz Brandenburg beitragen, die für Viele die einzige Alternative zur bürgerlichen Einöde oder der vermeintlich „unpolitischen“ Rebellion ist.

Von „unpolitischen“ Rebellen, alten und neuen Nazis

Diese „unpolitischen“ Rebellen kauen gerne die staatliche Ideologie der zwei Extreme wieder, nach der Nazis und Antifas doch das gleiche seien. Sie ignorieren dabei die menschenverachtenden Einstellungen der Faschos. Mit dieser Ignoranz kann dann auch ganz „unpolitisch“ gemeinsam Skrewdriver und Landser gehört werden. Nur wegen der Musik – versteht sich – und vielleicht auch noch, weil die mit den zu vielen „Asylanten“ ja doch recht haben. Wir sind der Meinung, dass das, was man hört, auch mit einem etwas macht. Diese „Erlebniswelt“ Rechtsrock muss man sich in Brandenburg aber nicht nur aus der Konserve geben. Zwar ist das Blood & Honor Netzwerk im Jahr 2000 offiziell verboten worden, doch in Brandenburg gibt es weiterhin rund zwei Dutzend gut vernetzte Nazibands. Auftreten können diese regelmäßig auf dem Privatgelände des Die Rechte Landesvorsitzenden Klaus Mann in Finowfurt. Mittlerweile wird aber selbst den staatlichen Institutionen das Treiben dort zu bunt und es kam immer wieder zu Konzertabbrüchen, nachdem indizierte Lieder gespielt wurden. Im Umfeld der Cottbuser Band Frontalkraft gibt es mit Rebel Records und The Devils Right Hand Store auch eine Geschäftsstruktur, die rechtes Gedankengut mit schlechtem Geschmack verbindet: Vom Nach Frankreichen fahren wir nur auf Ketten T-Shirt von der Nazimarke Ansgar Aryan, Thorshammer mit Skrewdriver Gravur über Ku-Klux-Klan-Button bis zur Reichskriegsfahne.

In Finowfurt konnte die NPD in der Vergangenheit auch ihre Preußentage veranstalten, 2012 kamen dorthin rund 600 Nazis. Manns Partei Die Rechte ist mit der NPD gemeinsam zur Kommunalwahl im Mai 2014 angetreten. Zur Landtagswahl am 14. September 2014 gibt die NPD sich bürgernah und greift das virulente Thema der Polizeireform auf und fordert mehr Polizeiwachen. Bei der Schaffung ihrer „national befreiten Zonen“ ist es ihnen jedoch eigentlich lieber, nicht von den Bullen gestört zu werden. Das alte Märchen von den „Ausländern“, die den „Deutschen“ die Arbeitsplätze wegnehmen, wird auch mal wieder aufgewärmt. Verkannt wird dabei wie immer, dass es z.B. nicht die „heimtückischen“ Saisonarbeiter_innen sind, die unbedingt für unter 3 € die Stunde arbeiten wollen. Es ist der grenzenübergreifende Kapitalismus, der die beschissene Situation dieser Leute ausnutzt und sie knechtet, damit „wir“ billig unsere Deutschen Erdbeeren in den Supermärkten bekommen. In der parlamentarischen Landschaft mischt nun ein weiterer Koch mit, der die alte NPD-Suppe Zurück zur D-Mark wieder aufwärmt. Nur können sich die gutbürgerlichen mehr oder weniger Neupolitiker der selbsternannten Alternative für Deutschland(AfD) schickere Anzüge leisten. Auch ihre Ausdrucksweise ist gehobener als die der Holocaustleugner von der NPD. Die AfD mit ihren alten und neuen Rechten, verschiebt das von der „bürgerlichen Mitte“ noch sagbare nach rechts. Im Gegensatz zum einstiegen CSU Patriarchen Strauß, ebnet die CDU in Brandenburg den Weg für eine Partei rechts von der CDU indem sie im Elbe-Elster Kreistag eine gemeinsame Fraktion gebildet haben und auch der Spitzenkandidat im CDU Lantagswahlkampf Michael Schierack die Möglichkeit zur Koalition mit der AfD offen hält. Bei der AfD Klientel handelt es sich nicht um militante Nazis, inhaltlich schließen sie aber direkt an diese an. Ihre Panik vor einer „Einwanderung in deutsche Sozialsysteme“ geht davon aus, dass jeder „Kulturkreis“ seinen Platz auf der Welt hat und die Leute ihr Probleme dort doch selber lösen sollen. Wenn irgendwo auf der Welt Krieg herrscht, dann sind da bestimmt keine deutschen Waffen im Spiel und bestimmt auch keine wirtschaftlichen Interessen deutscher Unternehmen. Die Welt ist auch nicht durch Kolonialismus, Imperialismus und Kriege in ein ungleiches Gefüge verschoben worden. Außerdem ist Deutschlands Vormachtstellung in der EU natürlich nur dadurch begründet, dass hier alle so hart arbeiten und anderswo eben nicht.

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18.7.2014 Köpi/Berlin: The Future is still unwritten!

14-07-18 The Future is still unwrittenRefpolk & DJ KaiKani (Berlin)
Kronstadt (Barcelona)
Daisy Chain & Mis Zebra (Athen)

More info: http://www.the-future-is-still-unwritten.net/

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THE FUTURE IS STILL UNWRITTEN is a project started in 2013 by Daisy Chain from Thessaloniki, Kronstadt from Barcelona and Refpolk from Berlin. It is a statement of resistance beyond national borders in times of crisis and an alleged lack of alternatives. Rap in three languages of people coming from different backgrounds, who share their belief in a world free from capitalism and oppression. Daisy Chain, Kronstadt and Refpolk are supported by Mis Zebra (Athen) and DJ KaiKani (Berlin).