2.12.2017: Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Hannover

Hervorgehoben

Die Rassist*innen und Nazis von der AfD treffen sich am ersten Dezember-Wochenende zu ihrem Bundesparteitag in Hannover. Wir wollen gemeinsam mit zehntausenden ein Zeichen gegen die AfD setzen! Gegen den letzten Bundesparteitag der AfD in Köln haben wir mit über 20.000 Menschen demonstriert. Am Samstag den 2. Dezember wird es in Hannover den ganzen Tag über Proteste geben. Wir rufen alle Antirassist*innen dazu auf, sich an diesen Protesten zu beteiligen!
Hier findet ihr den Aufruf.

Übersicht zur bundesweiten Anreise hier.

9.10.2014 Schreina47/Berlin: Brandenburgabend

14-10-09 Brandenburgtresen

Nächste Runde Bushaltestellenrave mit Inhalten. 

Diesmal mit Input vom APABIZ zur AfD in Brandenburg:

120.000 Stimmen = 12% = 12 Mandate. Die Alternative für Deutschland hat den Einzug in den Brandenburger Landtag geschafft. Über die Hälfte der Abgeordneten hat eine rechte Vergangenheit, andere waren bisher gar nicht politisch organisiert. Und der Rest? Alles verkappte Nazis, konservative Nationalisten oder einfach nur Parteiverdrossene mit einem Hang zum Rassismus? Wir wollen dem auf den Grund gehen und Personal, Struktur und Themen der AfD in Brandenburg beleuchten.
Sonst auch wie immer Kicker, Billard, Erfrischungen und nette Gesellschaft auf Brandenburg Art.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt!

Beginn: 20.00 Uhr

4.10.2014: Gegen den AfD Landesparteitag in Kirchheim Teck!

14-10-04 KirchheimKeine Stadthalle für Rechtspopulisten! Gegen den AfD Landesparteitag in Kirchheim Teck!

Am 4. und 5. Oktober plant die Alternative für Deutschland (AfD) ihren Landesparteitag in der Kirchheimer Stadthalle. Die recht junge Partei, die in mehreren Bundesländern Wahlerfolge erzielen konnte, ist ein Sammelbecken für extrem Konservative bis hin zu extrem Rechten. Mit elitären, populistischen und rückwärtsgewandten Forderungen versuchen sie, einen gesellschaftlichen Rechtsruck voranzutreiben. Mehrere ihrer Funktionäre fallen durch Äußerungen und Aktionen auf, die der Vorstellung von einem solidarischen Zusammenleben aller Menschen fundamental entgegenstehen. So unterscheiden sich viele ihrer Forderungen nicht von denen der faschistischen NPD.

Mit zahlreichen Redebeiträgen, Infoständen und internationaler Musik wollen wir unseren Protest auf die Straße tragen. Kommt am Samstag, den 04.10. ab 10 Uhr zum Postplatz und zeigt dass in Kirchheim kein Platz für Rechtspopulismus ist! 

Aktuelle Informationen zu den Gegenprotesten zum AfD Landesparteitags gibt es unter oab-kirchheim.jimdo.de.

Quelle

RASH-Brandenburg-Tour erfolgreich gestartet!

7136977761 40cb4aea78 bAm 21.08. war es endlich soweit: nach langer Vorbereitung starteten wir im Schokoladen in Berlin-Mitte unsere Brandenburgtour „Für eine starke antifaschistische Subkultur“ mit einem Warmup-Konzert anlässlich unseres gefühlten 100. RASH-Tresens, welcher normalerweise jeden 3. Donnerstag im Monat gemeinsam mit den North East Antifascists (NEA) im Bandito Rosso stattfindet.

Da die Konzerte im Schokoladen aufgrund von Lärmbeschwerden der Anwohner*innen seit einiger Zeit bereits pünktlich um 20.00 Uhr anfangen müssen, füllte sich der Laden bereits ab 19.00 Uhr. Kurz nach 20.00 Uhr ging es dann im mittlerweile gut gefüllten Schokoladen mit der ersten Band los. Kommando Kronstadt aus Leipzig spielten extrem wütenden, vorantreibenden Hardcorepunk mit sehr intelligenten politischen Texten. Noch dazu sahen die Bandmitglieder mit Iros auch noch aus wie richtige PunksJ! Das war ein toller Auftritt dieser sehr sympathischen Band! Wir empfehlen Euch vor allem auch das grossartige Politpunkfanzine „Proud to be Punk“, welches von einem der Bandmitglieder herausgegeben wird und soeben mit seiner 20.(!) Ausgabe erschienen ist.

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31.8.2014 Dresden: Wahlkritische Demo

14-08-31 DresdenAm 31.08. wird in Sachsen gewählt. Die Prognosen lesen sich übel: klare Mehrheit für die CDU, die AfD erstmals in einem Landesparlament, die NPD keineswegs sicher draußen. Sollten die Vorhersagen eintreffen, gibt es Gründe genug unseren Unmut in einer antifaschistischen und antirassistischen Demonstration auf die Straße zu tragen. Treffpunkt ist ab 17 Uhr am Albertplatz in Dresden. Kommt zahlreich!

Aufruf zur Demonstration »VETO! – Gegen jeden Rassismus!«.

„Die Messen sind gesungen, die Kreuze gemacht und die ersten Hochrechnungen nur noch wenige Minuten entfernt.“ So oder so ähnlich werden die Journalist_innen der Wahl-Shows auf MDR und Co. das Ende der sächsischen Landtagswahlen kommentieren. Wenn am 31. August 2014 die Wahllokale schließen, werden wir jedoch nicht vor dem Fernseher sitzen und uns das Geplänkel der TV-Expert_innen anhören. Unsere Auseinandersetzung mit der Wahl und deren Ergebnisse werden wir mit einer antifaschistischen Demonstration auf die Straße tragen. Denn schauen wir uns die Stimmung in Sachsen an und werfen einen Blick auf die Politik der zur Wahl stehenden Parteien, ist Schlimmes zu befürchten und Kritik von Nöten. Viele Fragen, die wir uns momentan noch stellen, werden in wenigen Wochen beantwortet sein. Wie zum Beispiel, ob Nazis in ganz Sachsen weiterhin durch die NPD und deren finanzielle Mittel und Ressourcen, die ihnen durch einen Einzug in den sächsischen Landtag zuteil kommen, profitieren werden? Oder gibt es sogar Grund zum Feiern, weil die NPD nicht in den Landtag gewählt wird? Wie wird es um die AfD stehen? Schaffen sie es über die Fünfprozenthürde? Und wenn ja, was haben wir von der Partei zu erwarten, die eine nationalistische, marktradikale und sexistische Politik verfolgt? Aber unabhängig davon, wie viele Stimmen NPD und AfD auch erhalten werden, eine Verbesserung der „Sächsischen Zustände“ ist auch ohne sie nicht in Sicht. Denn wir werden wahrscheinlich noch immer mit der königlichen Regentschaft der CDU konfrontiert sein, die Antifaschismus kriminalisieren will. Daran ändert auch eine zahnlose Opposition nichts.

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20.9.2014 Berlin: Marsch für das Leben? What the Fuck!

14-09-20 Marsch für das LebenAntifeminismus sabotieren! Für körperliche Selbstbestimmung demonstrieren! Christliche Fundamentalist_innen blockieren!

Für den 20. September 2014 mobilisiert der Bundesverband Lebensrecht (BvL) wieder zu einem »Marsch für das Leben« in Berlin. Damit will er für ein generelles Verbot von Schwangerschafts-Abbrüchen demonstrieren und etikettiert dies als »Lebensschutz«. Wie in den vergangenen Jahren wollen wir die Abtreibungs-Gegner_innen nicht ungestört ihre antifeministischen Positionen verbreiten lassen! Wir werden für körperliche Selbstbestimmung demonstrieren und anschließend den »Marsch« blockieren!

Die Gruppen und Organisationen, die sich an diesem »Marsch« beteiligen, betrachten jeden Schwangerschaftsabbruch als »vorgeburtliche Kindstötung«, die verboten und bestraft gehöre. Sie sprechen damit allen Menschen, die schwanger werden können, dementsprechend vor allem Frauen_Lesben_Trans*_Inter* (kurz: flti*), das Recht ab, über ihr Leben und ihren Körper selbst zu bestimmen. Um diese Meinung in der Öffentlichkeit zu verankern, verbreiten die Abtreibungsgegner_innen Unwahrheiten und betreiben Lobbyarbeit. Dabei versuchen die Abtreibungs-Gegner_innen nicht nur bundesweit gegen das Selbstbestimmungsrecht von flti* mobil zu machen. »Märsche für das Leben« finden seit einigen Jahren in zahlreichen Städten auf der ganzen Welt statt. Auch auf europäischer Ebene wurde dies in den letzten zwei Jahren sichtbar: Die Initiative »One of us« (deutsch: »Einer von uns«) sammelte knapp 1,9 Millionen Unterschriften, um die EU-Kommission dazu zu bewegen, eine Gesetzesinitiative im Europaparlament einzureichen, die finanzielle Unterstützung von Schwangerschafts-Abbrüchen zu verbieten. Die EU-Kommission lehnte den Antrag glücklicherweise ab. Die deutsche Sammelstelle für die Unterschriften war die »Zivile Koalition e. V.«, deren Sprecherin Beatrix von Storch 2013 beim »Marsch« in der ersten Reihe lief. Sie sitzt aktuell für die nationalkonservative Partei »Alternative für Deutschland« (AfD) im EU-Parlament und prangerte in der Vergangenheit eine angebliche »Macht der Schwulenlobby« an. Die Wahl der AfD ins EU-Parlament steht beispielhaft für den aktuellen europäischen Rechtsruck, der sich auch in einer verstärkten Agitation gegen das Recht auf Schwangerschafts-Abbrüche ausdrückt.

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R.A.S.H. Brandenburg Tour 2014 für eine starke antifaschistische Subkultur

Brandenburgas Seite 1Aber warum überhaupt, warum jetzt und warum dort?

Die meisten von uns wohnen in Berlin oder Potsdam in Vierteln, in denen durch oft Jahrzehnte lange Kämpfe Nazis aus dem Stadtbild gedrängt wurden. Wir können uns aussuchen, ob wir die Konfrontation mit Nazis suchen oder ob wir uns emanzipatorischen Projekten widmen wollen, ohne dass wir uns dabei Sorgen vor Naziübergriffen machen müssen. Einige von uns kennen aus ihrer Jugend aber ein Welt, in der es solche Schutzräume nicht gibt, sie erst aufgebaut oder ständig gegen militante Nazis und die konservative Lokalpolitik verteidigt werden müssen. Gebiete in denen „normal“ feiern heißt, mit Nazikadern sich den Bierwagen teilen zu müssen. Wo alle, die nicht „deutsch genug“ aussehen, auf die Fresse bekommen. Wo allzu oft Nazis und ihre Ideologie ignoriert und Probleme auf der Ebene von „rivalisierenden Jugendbanden“ entpolitisiert werden. Wo Subkultur nicht nur ein Chick ist, den man sich kauft und nach Belieben an- und wieder abgelegen kann. Mit dieser Tour wollen wir einen Teil zu einer starken antifaschistischen Subkultur in ganz Brandenburg beitragen, die für Viele die einzige Alternative zur bürgerlichen Einöde oder der vermeintlich „unpolitischen“ Rebellion ist.

Von „unpolitischen“ Rebellen, alten und neuen Nazis

Diese „unpolitischen“ Rebellen kauen gerne die staatliche Ideologie der zwei Extreme wieder, nach der Nazis und Antifas doch das gleiche seien. Sie ignorieren dabei die menschenverachtenden Einstellungen der Faschos. Mit dieser Ignoranz kann dann auch ganz „unpolitisch“ gemeinsam Skrewdriver und Landser gehört werden. Nur wegen der Musik – versteht sich – und vielleicht auch noch, weil die mit den zu vielen „Asylanten“ ja doch recht haben. Wir sind der Meinung, dass das, was man hört, auch mit einem etwas macht. Diese „Erlebniswelt“ Rechtsrock muss man sich in Brandenburg aber nicht nur aus der Konserve geben. Zwar ist das Blood & Honor Netzwerk im Jahr 2000 offiziell verboten worden, doch in Brandenburg gibt es weiterhin rund zwei Dutzend gut vernetzte Nazibands. Auftreten können diese regelmäßig auf dem Privatgelände des Die Rechte Landesvorsitzenden Klaus Mann in Finowfurt. Mittlerweile wird aber selbst den staatlichen Institutionen das Treiben dort zu bunt und es kam immer wieder zu Konzertabbrüchen, nachdem indizierte Lieder gespielt wurden. Im Umfeld der Cottbuser Band Frontalkraft gibt es mit Rebel Records und The Devils Right Hand Store auch eine Geschäftsstruktur, die rechtes Gedankengut mit schlechtem Geschmack verbindet: Vom Nach Frankreichen fahren wir nur auf Ketten T-Shirt von der Nazimarke Ansgar Aryan, Thorshammer mit Skrewdriver Gravur über Ku-Klux-Klan-Button bis zur Reichskriegsfahne.

In Finowfurt konnte die NPD in der Vergangenheit auch ihre Preußentage veranstalten, 2012 kamen dorthin rund 600 Nazis. Manns Partei Die Rechte ist mit der NPD gemeinsam zur Kommunalwahl im Mai 2014 angetreten. Zur Landtagswahl am 14. September 2014 gibt die NPD sich bürgernah und greift das virulente Thema der Polizeireform auf und fordert mehr Polizeiwachen. Bei der Schaffung ihrer „national befreiten Zonen“ ist es ihnen jedoch eigentlich lieber, nicht von den Bullen gestört zu werden. Das alte Märchen von den „Ausländern“, die den „Deutschen“ die Arbeitsplätze wegnehmen, wird auch mal wieder aufgewärmt. Verkannt wird dabei wie immer, dass es z.B. nicht die „heimtückischen“ Saisonarbeiter_innen sind, die unbedingt für unter 3 € die Stunde arbeiten wollen. Es ist der grenzenübergreifende Kapitalismus, der die beschissene Situation dieser Leute ausnutzt und sie knechtet, damit „wir“ billig unsere Deutschen Erdbeeren in den Supermärkten bekommen. In der parlamentarischen Landschaft mischt nun ein weiterer Koch mit, der die alte NPD-Suppe Zurück zur D-Mark wieder aufwärmt. Nur können sich die gutbürgerlichen mehr oder weniger Neupolitiker der selbsternannten Alternative für Deutschland(AfD) schickere Anzüge leisten. Auch ihre Ausdrucksweise ist gehobener als die der Holocaustleugner von der NPD. Die AfD mit ihren alten und neuen Rechten, verschiebt das von der „bürgerlichen Mitte“ noch sagbare nach rechts. Im Gegensatz zum einstiegen CSU Patriarchen Strauß, ebnet die CDU in Brandenburg den Weg für eine Partei rechts von der CDU indem sie im Elbe-Elster Kreistag eine gemeinsame Fraktion gebildet haben und auch der Spitzenkandidat im CDU Lantagswahlkampf Michael Schierack die Möglichkeit zur Koalition mit der AfD offen hält. Bei der AfD Klientel handelt es sich nicht um militante Nazis, inhaltlich schließen sie aber direkt an diese an. Ihre Panik vor einer „Einwanderung in deutsche Sozialsysteme“ geht davon aus, dass jeder „Kulturkreis“ seinen Platz auf der Welt hat und die Leute ihr Probleme dort doch selber lösen sollen. Wenn irgendwo auf der Welt Krieg herrscht, dann sind da bestimmt keine deutschen Waffen im Spiel und bestimmt auch keine wirtschaftlichen Interessen deutscher Unternehmen. Die Welt ist auch nicht durch Kolonialismus, Imperialismus und Kriege in ein ungleiches Gefüge verschoben worden. Außerdem ist Deutschlands Vormachtstellung in der EU natürlich nur dadurch begründet, dass hier alle so hart arbeiten und anderswo eben nicht.

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R.A.S.H. Brandenburg Tour 2014 für eine starke antifaschistische Subkultur (2)

Brandenburgas Seite 1Aber warum überhaupt, warum jetzt und warum dort?

Die meisten von uns wohnen in Berlin oder Potsdam in Vierteln, in denen durch oft Jahrzehnte lange Kämpfe Nazis aus dem Stadtbild gedrängt wurden. Wir können uns aussuchen, ob wir die Konfrontation mit Nazis suchen oder ob wir uns emanzipatorischen Projekten widmen wollen, ohne dass wir uns dabei Sorgen vor Naziübergriffen machen müssen. Einige von uns kennen aus ihrer Jugend aber ein Welt, in der es solche Schutzräume nicht gibt, sie erst aufgebaut oder ständig gegen militante Nazis und die konservative Lokalpolitik verteidigt werden müssen. Gebiete in denen „normal“ feiern heißt, mit Nazikadern sich den Bierwagen teilen zu müssen. Wo alle, die nicht „deutsch genug“ aussehen, auf die Fresse bekommen. Wo allzu oft Nazis und ihre Ideologie ignoriert und Probleme auf der Ebene von „rivalisierenden Jugendbanden“ entpolitisiert werden. Wo Subkultur nicht nur ein Chick ist, den man sich kauft und nach Belieben an- und wieder abgelegen kann. Mit dieser Tour wollen wir einen Teil zu einer starken antifaschistischen Subkultur in ganz Brandenburg beitragen, die für Viele die einzige Alternative zur bürgerlichen Einöde oder der vermeintlich „unpolitischen“ Rebellion ist.

Von „unpolitischen“ Rebellen, alten und neuen Nazis

Diese „unpolitischen“ Rebellen kauen gerne die staatliche Ideologie der zwei Extreme wieder, nach der Nazis und Antifas doch das gleiche seien. Sie ignorieren dabei die menschenverachtenden Einstellungen der Faschos. Mit dieser Ignoranz kann dann auch ganz „unpolitisch“ gemeinsam Skrewdriver und Landser gehört werden. Nur wegen der Musik – versteht sich – und vielleicht auch noch, weil die mit den zu vielen „Asylanten“ ja doch recht haben. Wir sind der Meinung, dass das, was man hört, auch mit einem etwas macht. Diese „Erlebniswelt“ Rechtsrock muss man sich in Brandenburg aber nicht nur aus der Konserve geben. Zwar ist das Blood & Honor Netzwerk im Jahr 2000 offiziell verboten worden, doch in Brandenburg gibt es weiterhin rund zwei Dutzend gut vernetzte Nazibands. Auftreten können diese regelmäßig auf dem Privatgelände des Die Rechte Landesvorsitzenden Klaus Mann in Finowfurt. Mittlerweile wird aber selbst den staatlichen Institutionen das Treiben dort zu bunt und es kam immer wieder zu Konzertabbrüchen, nachdem indizierte Lieder gespielt wurden. Im Umfeld der Cottbuser Band Frontalkraft gibt es mit Rebel Records und The Devils Right Hand Store auch eine Geschäftsstruktur, die rechtes Gedankengut mit schlechtem Geschmack verbindet: Vom Nach Frankreichen fahren wir nur auf Ketten T-Shirt von der Nazimarke Ansgar Aryan, Thorshammer mit Skrewdriver Gravur über Ku-Klux-Klan-Button bis zur Reichskriegsfahne.

In Finowfurt konnte die NPD in der Vergangenheit auch ihre Preußentage veranstalten, 2012 kamen dorthin rund 600 Nazis. Manns Partei Die Rechte ist mit der NPD gemeinsam zur Kommunalwahl im Mai 2014 angetreten. Zur Landtagswahl am 14. September 2014 gibt die NPD sich bürgernah und greift das virulente Thema der Polizeireform auf und fordert mehr Polizeiwachen. Bei der Schaffung ihrer „national befreiten Zonen“ ist es ihnen jedoch eigentlich lieber, nicht von den Bullen gestört zu werden. Das alte Märchen von den „Ausländern“, die den „Deutschen“ die Arbeitsplätze wegnehmen, wird auch mal wieder aufgewärmt. Verkannt wird dabei wie immer, dass es z.B. nicht die „heimtückischen“ Saisonarbeiter_innen sind, die unbedingt für unter 3 € die Stunde arbeiten wollen. Es ist der grenzenübergreifende Kapitalismus, der die beschissene Situation dieser Leute ausnutzt und sie knechtet, damit „wir“ billig unsere Deutschen Erdbeeren in den Supermärkten bekommen. In der parlamentarischen Landschaft mischt nun ein weiterer Koch mit, der die alte NPD-Suppe Zurück zur D-Mark wieder aufwärmt. Nur können sich die gutbürgerlichen mehr oder weniger Neupolitiker der selbsternannten Alternative für Deutschland(AfD) schickere Anzüge leisten. Auch ihre Ausdrucksweise ist gehobener als die der Holocaustleugner von der NPD. Die AfD mit ihren alten und neuen Rechten, verschiebt das von der „bürgerlichen Mitte“ noch sagbare nach rechts. Im Gegensatz zum einstiegen CSU Patriarchen Strauß, ebnet die CDU in Brandenburg den Weg für eine Partei rechts von der CDU indem sie im Elbe-Elster Kreistag eine gemeinsame Fraktion gebildet haben und auch der Spitzenkandidat im CDU Lantagswahlkampf Michael Schierack die Möglichkeit zur Koalition mit der AfD offen hält. Bei der AfD Klientel handelt es sich nicht um militante Nazis, inhaltlich schließen sie aber direkt an diese an. Ihre Panik vor einer „Einwanderung in deutsche Sozialsysteme“ geht davon aus, dass jeder „Kulturkreis“ seinen Platz auf der Welt hat und die Leute ihr Probleme dort doch selber lösen sollen. Wenn irgendwo auf der Welt Krieg herrscht, dann sind da bestimmt keine deutschen Waffen im Spiel und bestimmt auch keine wirtschaftlichen Interessen deutscher Unternehmen. Die Welt ist auch nicht durch Kolonialismus, Imperialismus und Kriege in ein ungleiches Gefüge verschoben worden. Außerdem ist Deutschlands Vormachtstellung in der EU natürlich nur dadurch begründet, dass hier alle so hart arbeiten und anderswo eben nicht.

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28.6.2014: Gegen rechten Marsch in Stuttgart

14-06-28 StuttgartIn Stutt­gart wol­len sich am 28. Juni 2014 zum wie­der­hol­ten Mal ver­schie­de­ne Grup­pen unter dem Schirm „Gegen den Bil­dungs­plan 2015“ der Lan­des­re­gie­rung von Grünen und SPD ver­sam­meln und ver­brei­ten in ihrer De­mons­tra­ti­on und in ihren Reden eine ho­mo­pho­be Welt­an­schau­ung. Teil des Bildungsplans ist ein offener Umgang mit schwul/lesbischen und anderen Lebensweisen, damit Kinder und Jugendliche die Vielfalt der Liebe und Sexualität kennenlernen. Das lehnt das christlich-konservative Bürgertum ab und verbündet sich mit NPD und der rechten AfD. Zusammen hetzen sie gegen Schwule, Lesben und andere Menschen. Infos hier. und http://gegendierechtenallianzen.blogsport.eu

Bunter Protest gegen homophoben Marsch in Stuttgart
Kundgebung: Samstag, 28. Juni, 13 Uhr, Stauf­fen­berg­platz
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