Silvester zum Knast 2014 – Demos in Pankow & Moabit

14-12-31 silvester demo 2014“…solange es eine Unterschicht gibt, bin ich Teil davon. Solange es kriminelle Elemente gibt, bin ich eines davon, und solange auch nur eine Seele im Gefängnis ist, kann ich nicht frei sein.”
Eugene V. Debs

Demo zur JVA für Frauen Pankow:
Mi, 31.12.2014 | 15:00 Uhr | S-Bahnhof Bornholmer Straße (Prenzlauer Berg)

Demo zur JVA Moabit
Mi, 31.12.2014 | 22:45 Uhr | U-Bahnhof Turmstraße (Tiergarten)

Knäste sind das Resultat einer kranken Gesellschaft, welche zu feige ist sich mit ihren Problemen auseinander zu setzen. Wer sich den fremdbestimmten Regeln widersetzt, sich normfremd verhält oder manchmal einfach nur um Überleben kämpft hat in der Reproduktionsmaschinerie von Staat und Politik schlechte Karten. Kriminalisierung und schließlich das Wegsperren sind die vermeintlich leichtesten Mittel der Wahrheit aus dem Weg zu gehen und sich einer grundlegenden Konfrontation zu entziehen.

Einmal die Augen auf blind gestellt ergeben sich im Apparat des ständigen Verwertungszwangs gleich viele neue Möglichkeiten. Die Knastindustrie ist stetig wachsend und abhängig von vielen Verurteilungen mit Haftstrafe. Unternehmen spezialisieren sich auf den Bau und die Versorgung ausschließlich von Gefängnissen. Hierbei wird mit „humanen“ Haftbedingungen geworben, welche eher einer hohen Produktionskraft der Gefangenen zu verdanken sind, betrachtet mensch die Verhältnisse in innerstädtischen Anstalten wie Moabit oder Tegel. Isolationshaft als Folter und das Abbrechen von Besuchsterminen stehen hier an der Tagesordnung.

Mehr Info: silvesterzumknast.nostate.net

24.12.2014 Black Fleck/Potsdam: Holy shit!

14-12-24 Black Fleckder dicke cola-clown schwingt wieder seine rute – soll er machen!
aber nich hier, hier wird die hüfte geschwungen bis die füsse bluten
und: macht euch hübsch, falls der VS wieder vorbeischaut

19.12.2014 Archiv/Potsdam: Left Eye Blind + Zuckerbrot & Peitsche + Ryv Law

14-12-19 Zuckerbrot und PeitscheLeft Eye Blind (Punk Potsdam)
http://left-i-blind.com/
 
 
Ryv Law (Punk/Alternativ/Rock Berlin) http://www.ryvlaw.com/

19.12.2014 Yaam/Berlin: Vintage Reggae Night

14-12-19 Berlin Vintage Night

Durch eure Unterstützung hat sich wärend der letzten 3 Veranstaltungen gezeigt: die Vintage Night ist zurück! Jeden dritten Freitag im Monat wird uns auch weiterhin eine 100% Vinyl selection über das I-REVELATION SOUNDSYSTEM mit Roots-Reggae-Rocksteady-Early Dancehall & Digital erfreuen. Zur finalen Ausgabe des Jahres 2014 laden wir am 19.12.. Wer diesmal an den Plattenspielern steht, steht am 10.12. im Adventskalender, wir freuen uns auf Euch!
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„Berlin Vintage Reggae Night“
3rd Friday in every month / jeden 3. Freitag im Monat
Best in Ska, Rocksteady, Roots, Rockers, Early Dancehall & Digital
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https://soundcloud.com/vintagereggaenightberlin

16.12.2014 Tristeza/Berlin: "Hooligans gegen Salafisten" – über Hintergrund und Bedeutung eines neurechten Netzwerks

„Hooligans gegen Salafisten“ – über Hintergrund und Bedeutung eines neurechten Netzwerks

Ende Oktober 2014 marschierte eine Allianz von mehr als 4.000 Neonazis und Hooligans durch Köln. Dabei kam es zu zahlreichen neonazistischen Parolen und Angriffen gegen Passant*innen, Journalist*innen und die Polizei. Neue Demonstrationen für Mitte November wurden rasch angemeldet und wieder abgesagt, letztendlich fand eine Kundgebung von knapp 3.000 Personen in Hannover statt. 
Große Teile der Gesellschaft reagierten überrascht und empört auf das neue Netzwerk. Doch inwiefern besteht bei „HoGeSa“ eine neue Qualität der Gewalt und welche Kontinuitäten bestehen bei der Verbindung zwischen Hooligans und Neonazis? Wie ist das Netzwerk einzuordnen, was bedeutet dies für eine rechte Erlebniswelt und für die Strategien der extremen Rechten? Und kann man „HoGeSa“ als Initialzündung der neuen Bewegung „PEGIDA-Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ verstehen? Zu Demonstrationen dieses Netzwerkes versammeln sich seit Oktober jeden Montag mehr Menschen in Dresden, zuletzt zu einem Marsch von 7.500 Personen. Sie verhandeln ähnliche Themen, zeigen sich dabei aber wesentlich erfolgreicher als die Hooligan-Allianz.

Es diskutieren: Pavel Brunßen (Transparent – Magazin für Fußball und Fankultur): Kontinuitäten bei der Verbindung von Hooliganismus und Rechtsextremismus in Deutschland; Robert Claus (Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit, Universität Hannover): Politische Einordnung von „HoGeSa“ mit Fokus auf deren geschlechterpolitische und rassistische Kernaussagen; Laura Piotrowski (Fußball gegen Nazis): „PEGIDA“ – (K)ein bürgerliches Netzwerk? Die Dresdner Version von „HoGeSa“ mobilisiert jede Woche mehr Menschen. Moderation: Juliane Lang.

Beginn: 18.30 Uhr Eintritt frei! 

 

Aktueller Stand zu den Gegenprotesten am 16.12. in Hohenschönhausen

Bis Frühling 2015 plant der Berliner Senat in 5 Stadtteilen Container-Unterkünfte für Menschen zu eröffnen, die fliehen mussten.
Auch in Falkenberg, welches zu Hohenschönhausen gehört, soll eine dieser Unterkünfte entstehen. An anderen geplanten Standorten gibt es wöchentlich rassistische Aufmärsche mit bis zu eintausend Beteiligten. Nun soll am 16.12.2014 auch ein Nazi-Aufmarsch in Falkenberg stattfinden.

Doch diesem Vorhaben gilt es einen Riegel vorzuschieben. Wir wollen den Nazi-Aufmarsch am Dienstag geschlossen blockieren. Wir werden den Nazis zeigen, dass wir keinen Bock auf ihre rassistische Hetze haben – weder in Falkenberg noch anderswo. Gerade in Falkenberg ist es wichtig, den Nazis keinen Erfolg zu verschaffen. Wenn wir den Nazi-Aufmarsch konsequent verhindern, verliert dieser seine Anziehungskraft und kann sich somit nicht als weiterer wöchentlicher Konzentrationspunkt neben Marzahn, Buch und Köpenick einreihen. Deshalb rufen wir als Vernetzung verschiedener antifaschistischer und antirassistischer Strukturen aus Hohenschönhausen dazu auf, an diesem Tag zahlreich zu erscheinen.

Treffpunkt für die gemeinsame Anreise aus der Innenstadt: 17.45 Uhr // Weltzeituhr, Alexanderplatz
Start der Gegenproteste in Hohenschönhausen: Dienstag, 16.12.2014 // 18 Uhr

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